Neuss: Medizinisches Strukturgutachten emp­fiehlt Verbund der kom­mu­na­len Krankenhäuser

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – Der Rhein-​Kreis Neuss und die Stadt Neuss arbei­ten inten­siv daran, auch für die Zukunft eine inno­va­tiv gestal­tete sta­tio­näre Gesundheitsversorgung der Menschen in der Region sicherzustellen. 

Zentraler Bestandteil sind die kom­mu­na­len Krankenhäuser im Kreis, die Rhein-​Kreis Neuss Kliniken Dormagen und Grevenbroich sowie die Städtischen Kliniken Neuss – Lukaskrankenhaus – GmbH mit dem Lukaskrankenhaus und der Rheintor Klinik.

Kreis und Stadt als Trägern der Kliniken wird emp­foh­len, die bis­her gute Zusammenarbeit der Häuser noch deut­lich zu ver­stär­ken. Stadt Neuss und Rhein-​Kreis Neuss hat­ten gemein­sam ein Strukturgutachten in Auftrag gege­ben, das nun in den Gremien von Stadt und Kreis vor­ge­stellt wird, mit dem Ziel, die Entscheidungsgrundlagen zu ver­tie­fen. Ziel des Gutachtens war es, den künf­tig not­wen­di­gen medi­zi­ni­schen Versorgungsbedarf der regio­na­len Bevölkerung im Rhein-​Kreis Neuss quan­ti­ta­tiv und qua­li­ta­tiv zu ermit­teln und dar­aus Konsequenzen für struk­tu­relle Entwicklungen für eine inno­va­tive und qua­li­täts­ori­en­tierte Gesundheitsregion abzuleiten.

Die Gutachter zeb​.rol​fes​.schie​ren​beck​.asso​cia​tes GmbH und tri­no­vis GmbH kom­men in ihrer Analyse zu dem Schluss, dass der Rhein-​Kreis Neuss eine mit Krankenhausleistungen „sehr gut ver­sorgte“ Region ist. Der Erhalt aller Standorte der öffentlich-​rechtlichen Häuser wird emp­foh­len, um eine wohn­ort­nahe Versorgung der Bevölkerung zu gewähr­leis­ten. Sowohl die Rhein-​Kreis Neuss Kliniken als auch das Lukaskrankenhaus jeweils für sich genom­men sind jedoch nach Einschätzung der Gutachter auf Dauer für einen wirt­schaft­li­chen Betrieb zu klein, zumal sie sich in star­kem Wettbewerb zu zahl­rei­chen, teils sehr gro­ßen Krankenhäusern im Umfeld befinden.

Die Gutachter sehen daher die größ­ten Möglichkeiten zur Entwicklung einer opti­ma­len Versorgungsstruktur im Rhein-​Kreis Neuss in einer wirt­schaft­li­chen Einheit der Kliniken. Darum biete sich hier die „his­to­ri­sche Chance, einen kom­mu­na­len Verbund zu bil­den“, der zu den Top 10 der kom­mu­na­len Krankenhäuser Deutschlands zäh­len würde.

Das Gutachten muss nun aus­ge­wer­tet und die Schlüsse dar­aus gezo­gen wer­den. Notwendig dafür sind in den nächs­ten Schritten die Bewertung der wirt­schaft­li­chen Situation der Krankenhäuser, die Erstellung der soge­nann­ten due dili­gence und die recht­li­chen Prüfungen.Alle Beteiligten zei­gen sich über­zeugt, dass das öffentlich-​rechtliche Krankenhaus die beste Lösung für Patienten und Mitarbeiter ist.

Im Fokus aller Überlegungen steht neben der Versorgung von rund 230.000 Patienten pro Jahr an allen Standorten die Sicherung von etwa 2.700 Arbeitsplätzen – vom medi­zi­ni­schen Personal bis zu den Verwaltungsangestellten.

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