Dormagen: Zonser Nachtwächter zu Gast in Osttirol

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Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen – Hoch in den Bergen nah­men die bei­den Zonser Nachtwächter Hermann Kienle und Karl-​Heinz Stumps jetzt am 30. Treffen der Europäischen Nachtwächter- und Türmerzunft teil. 

Die Versammlung fand dies­mal in dem idyl­li­schen Dorf Obertilliach auf 1450 Meter Höhe in Osttirol statt. Bei Wintersportlern ist der Ort unter ande­rem als Trainingslager für die deut­schen und öster­rei­chi­schen Nationalmannschaften im Biathlon bekannt. Das Dorf liegt inmit­ten einer ein­zig­ar­ti­gen Naturkulisse zwi­schen den Hohen Tauern und den Dolomiten. „Von sei­nen 700 Bewohnern sind mehr als 100 Musikanten. In Tirol wird ins­be­son­dere die Instrumentalmusik für Kinder und Jugendliche staat­lich geför­dert“, berich­tet Kienle. 

Die bei­den Zonser Nachtwächter Hermann Kienle und Karl-​Heinz Stumps (3. und 4. von links) mit Zunftbrüdern aus Engen und Bischofszell. Foto: Stadt

Davon erhiel­ten auch die Nachtwächter bei ihrem Aufenthalt einen leben­di­gen Eindruck. Nach einem zünf­ti­gen Ankunftsabend mit hei­mi­scher Blasmusik fand in der Provinzhauptstadt Lienz ein Empfang beim Bürgermeister statt. Dort tra­ten die Nachtwächter und Türmer auch in der Innenstadt auf und stell­ten unter viel Beifall ihre Heimatorte vor. Später zogen sie in Gruppen dann durch die Gaststätten und Pensionen in Obertilliach. 

Der dritte Tag begann mit der Zunftsitzung und einem anschlie­ßen­den Ausflug auf den mehr als 2300 Meter hohen Golzentipp. Traditionell endete das Treffen mit einem öku­me­ni­schen Gottesdienst, der durch eine 70-​köpfige Musikkapelle beglei­tet wurde, und der Übergabe der Standarte an den Ausrichter der nächs­ten Zusammenkunft. Gastgeber wird 2018 der Ort Schwarzenberg im Erzgebirge sein.

Nachdem die Gebirgsjäger aus Obertilliach mehr­mals ihre Gewehre unter lau­tem Getöse abge­feu­ert hat­ten, san­gen die 100 Nachtwächter und Türmer die Hymne ihrer Zunft. Der Schlusssatz lau­tet: „Freundschaft zwi­schen Menschen schafft Frieden für die Welt“. In der Nachtwächterzunft sind neun euro­päi­sche Länder ver­tre­ten. „Das Treffen war wie­der ein Zeugnis der Völkerverbindung“, so Kienle. 

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