Rhein-​Kreis Neuss: Staupe-​Virus-​Nachweis – Kreisveterinäramt warnt erneut Hundebesitzer

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Bei einem Fuchs in Rommerskirchen ist das Staupe-​Virus nach­ge­wie­sen wor­den. Das Veterinäramt des Rhein-​Kreises Neuss rät des­halb Hundebesitzern, den Impfschutz ihrer Tiere zu überprüfen.

Die Impfung gegen Staupe biete den ein­zig siche­ren Schutz. Bereits im ver­gan­ge­nen Jahr wurde das Staupe-​Virus bei Füchsen in Grevenbroich und Jüchen gefunden.

Die Staupe ist eine für den Menschen unge­fähr­li­che, aber für Wildtiere wie Fuchs, Dachs, Waschbär und Steinmarder und eben den Hund hoch anste­ckende und gefähr­li­che Viruserkrankung. Bei infi­zier­ten Hunden kön­nen sich schwerste Symptome der Atemwege, des Magen-​Darm-​Traktes oder auch des Nervensystems ein­stel­len und die Krankheit ver­läuft in 30 bis 80 Prozent der Fälle töd­lich“, so Claudia Zerlik, stell­ver­tre­tende Leiterin des Kreisveterinäramtes.

Nachdem die Staupe über viele Jahre hin­weg durch flä­chen­de­ckende und regel­mä­ßige Impfungen von Hunden in Deutschland nahezu eli­mi­niert wurde, kommt es in jüngs­ter Zeit ver­stärkt zu posi­ti­ven nach­wei­sen bei Wildtieren und bei vor­nehm­lich aus Osteuropa ohne Impfschutz impor­tier­ten Hunden.

Infizierte Tiere schei­den das Virus über alle Sekrete und Exkrete wie z.B. Nasen‑, Augenausfluss, Urin, Kot und Speichel aus. Andere Tiere kön­nen sich über diese Ausscheidungen dann durch direk­ten Kontakt infi­zie­ren. Eine indi­rekte Übertragung über infi­zier­tes Wasser, Futter oder Schuhe ist jedoch auch möglich.

Bedingt durch das reich­hal­tige Nahrungsangebot und der schnel­len Lern- und Anpassungsfähigkeit wer­den Füchse immer öfter in der Nähe von Wohnsiedlungen ange­trof­fen. Aus den genann­ten Gründen stellt das allei­nige Anleinen der Hunde bei Spaziergängen kei­nen Schutz vor die­ser Krankheit dar“, warnt Zerlik die Hundehalter. Für Fragen zur Impfung kön­nen sich Hundehalter an jede Tierpraxis wenden. 

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