Dormagen: Stadtverwaltung platzt aus allen Nähten

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Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen – Mit der Raumsituation im Neuen Rathaus wird sich der städ­ti­sche Hauptausschuss in sei­ner Sitzung am 13. Juni befas­sen. „Im Augenblick plat­zen wir aus allen Nähten. 

So haben wir für Auszubildende keine aus­rei­chen­den Arbeitsplätze und müs­sen den Bürgern bei­spiels­weise im Jugendamt zumu­ten, dass sie Gespräche mit inti­men per­sön­li­chen Details nicht in ver­trau­li­cher Atmosphäre in einem Einzelbüro füh­ren kön­nen“, erläu­tert Bürgermeister Erik Lierenfeld.

Hinzu kommt, dass im Zuge der Flüchtlingsbetreuung, die durch Landespauschalen finan­ziert wird, bei der Verwaltung zusätz­li­che Sozialarbeiter beschäf­tigt sind. Der Fachbereich Integration wurde eben­falls wegen der gestie­ge­nen Fallzahl auf­ge­stockt. „Weitere drei Mitarbeiter kom­men hinzu, die wir im Rahmen des Landesförderprojekts ‚Einwanderung gestal­ten‘ für eine ver­bes­serte Integrationsarbeit ein­set­zen wer­den“, so Lierenfeld.

Da zudem mehr als die Hälfte der städ­ti­schen Mitarbeiter älter als 50 Jahre sind und damit über 250 Beschäftigte in den nächs­ten zehn Jahren in den Ruhestand gehen, hat die Gemeindeprüfungsanstalt NRW der Verwaltung drin­gend emp­foh­len, ihre Ausbildungsbemühungen zu ver­stär­ken. „Aber auch hier­für feh­len uns die räum­li­chen Möglichkeiten und das Technische Rathaus ist eben­falls voll belegt“, so Lierenfeld.

Die Verwaltung schlägt dem Rat des­halb zwei Alternativen vor, um den Raumbedarf von aktu­ell zehn Büros zu erfül­len. Die erste Möglichkeit wäre, auf den Ratssaal im Neuen Rathaus künf­tig zu ver­zich­ten. Dort wäre Platz für bis zu zehn Büros mit maxi­mal 12 Arbeitsplätzen. Die Umbaukosten schätzt der zustän­dige Eigenbetrieb auf 185 000 Euro. Nachteil: Für die Rats- und Ausschusssitzungen müsste die Verwaltung künf­tig andere Räume wie etwa die Kulturhalle immer wie­der bestuh­len und mit der nöti­gen Sitzungstechnik ver­se­hen. Den Personalaufwand allein dafür schätzt die Verwaltung auf knapp 13 500 Euro jährlich.

Die zweite Möglichkeit wäre, dass die evd ihr Kundencenter im Neuen Rathaus auf­gibt und statt­des­sen ihr Verwaltungsgebäude an der Mathias-​Giesen-​Straße erwei­tert. Lierenfeld: „Damit wür­den wir zwölf Räume für die Mitarbeiter gewin­nen, müss­ten aber im Gegenzug auf die Mieteinnahmen durch die evd ver­zich­ten.“ Das städ­ti­sche Tochterunternehmen stünde einer sol­chen Lösung offen gegen­über. „Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Besucher inzwi­schen doch sehr gezielt kom­men“, erklärt Geschäftsführer Klemens Diekmann. Die Kunden wür­den am evd-​Verwaltungsgebäude im Gewerbepark TopWest zudem kos­ten­freie Parkplätze vor­fin­den. „Unter dem Strich wäre diese Lösung aus Sicht der Verwaltung vor­teil­haf­ter. Die Entscheidung dar­über obliegt hier aber dem Rat“, sagt Lierenfeld.

Der Hauptausschuss tagt am Mittwoch, 13. Juni, um 17.30 Uhr im Sitzungssaal des Neuen Rathauses. Die Tagesordnung mit allen öffent­li­chen Sitzungsunterlagen wird ab Freitag, 2. Juni, unter www​.bue​r​ger​info​.dor​ma​gen​.de ein­zu­se­hen sein.

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