Meerbusch: Anwohner mel­den Bedrohung mit Waffe – Polizei stellt soge­nannte Anscheinswaffe sicher

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Meerbusch-​Büderich (ots) – Obwohl das Führen von soge­nann­ten „Anscheinswaffen” außer­halb der eige­nen vier Wände ver­bo­ten ist, kommt es immer wie­der zu Zwischenfällen. 

Die Folge sind oft brenz­lige Situationen, wie ein Einsatz am Montagabend (29.05.) in Büderich zeigt. Anwohner hat­ten der Einsatzleitstelle der Polizei, gegen 21:20 Uhr, tele­fo­nisch vier Verdächtige auf der Düsseldorfer Straße gemel­det. Einer aus der Gruppe solle eine Handfeuerwaffe mit sich füh­ren und eine wei­tere Person damit bedrohen.

Die Beamten muss­ten zunächst davon aus­ge­hen, dass es sich um eine echte Waffe han­deln könnte. Die ein­ge­setz­ten Polizeibeamten stopp­ten die vier jun­gen Leute, drei Männer und eine Frau, aus Meerbusch und Düsseldorf. Bei einem Düsseldorfer fan­den sie dann in einem Rucksack eine Luftdruckwaffe. Dabei han­delte es sich um eine soge­nannte „Anscheinswaffe”, die für Außenstehende nicht ohne Weiteres als sol­che zu erken­nen ist.

Letztendlich stellte sich her­aus, dass die jun­gen Leute (alle 18 Jahre alt) nach eige­nen Angaben beab­sich­tig­ten, ein Video für ein Schulprojekt zu dre­hen. Die Polizei stellte die Waffe sicher und lei­tete ein Ordnungswidrigkeitenverfahren, wegen des Führens einer Anscheinswaffe in der Öffentlichkeit, ein.

Nach § 42a Nr.1 Waffengesetz dür­fen Anscheinswaffen nicht in der Öffentlichkeit geführt wer­den. Ein Verstoß dage­gen ist eine Ordnungswidrigkeit und kann mit einer Geldbuße bis zu zehn­tau­send Euro geahn­det werden.

Für die durch diese „Filmaufnahmen” ent­stan­de­nen Reaktionen in der Bevölkerung zeig­ten die Heranwachsenden übri­gens nur im gerin­gen Maße Verständnis.

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