Meerbusch: Solaranlage che­cken las­sen – Für die 30 ers­ten Interessenten gratis

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Robert Schilken, Herausgeber



Meerbusch – 30 Meerbuscher Hausbesitzer, die eine Solaranlage zur Trinkwassererwärmung oder zur Heizungsunterstützung betrei­ben, haben jetzt die Möglichkeit, ihre Anlage kos­ten­los tes­ten zu lassen. 

Die Beratungskosten über­nimmt die Stadt Meerbusch. Möglich wird die Bonus-​Aktion durch eine Kooperation der Stadt mit der Verbraucherzentrale NRW. Termine für den Solarwärme-​Check kön­nen ab sofort bei Klimaschutzmanagerin Johann Neumann, Telefon 02150 /​916–147, E‑Mail johanna.neumann@meerbusch.de, gebucht wer­den. „Die 30 ers­ten Bewerber kom­men zum Zuge. Ein wenig Beeilung lohnt sich also”, sagt Johanna Neumann.

Eine solar­ther­mi­sche Anlage gewinnt Wärme aus Sonnenlicht, ohne teu­ren Brennstoff und schäd­li­che Emissionen. So zumin­dest die Theorie – denn in der Praxis hal­ten lei­der nicht alle Anlagen, was sie ver­spre­chen. Wie es um die tat­säch­li­che Leistung des Systems bestellt ist, und wie es ver­bes­sert wer­den kann, ver­rät der Solarwärme-​Check der Verbraucherzentrale. Dabei schaut sich ein Energieberater vor Ort die Anlage an und bewer­tet dann Qualität und Funktion. „Als Laie hat man kaum eine Chance, die Leistungsfähigkeit der eige­nen Anlage rich­tig ein­zu­schät­zen“, sagt Energieberater Jochen Kruse. „Hier kann nur ein Fachmann ein sau­be­res Urteil fällen.“

Energieberater Jochen Kruse im Keller von Familie Frey. Der Solarcheck hilft, Fehler auf­zu­de­cken und Kosten zur spa­ren. Foto: Stadt Meerbusch /​Dackweiler

Beispiel: Familie Frey aus Strümp. Seit 1997 erwärmt die Familie ihr Trinkwasser mit Sonnenenergie. „Ich war bis­her zufrie­den mit unse­rer Solaranlage“, sagt Dana Frey. „Allerdings war es für uns kaum zwei­fels­frei fest­stell­bar, ob das System wirk­lich rich­tig funk­tio­niert.” Der Grund: Die Warmwasserbereitung wird durch eine Gastherme unter­stützt, damit jeder­zeit war­mes Wasser zur Verfügung steht. „Außerdem haben wir jetzt erfah­ren, dass auch eine regel­mä­ßige Wartung rat­sam ist“, so Dana Frey. Um Klarheit zu bekom­men, hat sie Energieberater Jochen Kruse zu sich nach Hause ein­ge­la­den. Er stellte die Anlage auf den Prüfstand und stellte fest, wo Optimierungsbedarf besteht.

Wie funk­tio­niert das? Der Solarwärme-​Check umfasst drei Stufen:

1) Die Bestandsaufnahme
Bei einer Sichtprüfung nimmt der Fachmann ver­schie­dene Aspekte der Solaranlage in den Blick. Dabei prüft er unter ande­rem den Dämmstandard der Rohre und Armaturen sowie ver­schie­dene Komponenten der Anlage wie Kollektor und Speicher. Auch Daten wie Alter, Zustand und Dimensionierung des Systems wer­den erfasst. Wichtig für die Erstbewertung sind außer­dem die Unterlagen über die tech­ni­schen Daten der Solaranlage.

2) Die Messung
Nach der Sichtprüfung schließt der Energieberater die Messgeräte für die Aufzeichnung wich­ti­ger Systemtemperaturen an. Dabei wird unter ande­rem geprüft, ob die Regelungsqualität und die Effizienz der Anlage in Ordnung sind.

3) Datenanalyse
Dann heißt es war­ten. Die Messdaten wer­den bei einem zwei­ten Termin einige Tage spä­ter – davon min­des­tens einem Sonnentag – aus­ge­le­sen. Der Berater erläu­tert das wei­tere Verfahren: „Nach dem Auslesen der Messkurven führe ich alle Daten zusam­men, inter­pre­tiere die Messergebnisse und ana­ly­siere, wie die Effizienz der Anlage ver­bes­sert wer­den kann.“ Einen Bericht mit der Gesamteinschätzung der Anlage und den Empfehlungen kommt wenig spä­ter per Post.

Natürlich kann auch jeder pri­vate Hausbesitzer, der bei der Bonus-​Aktion der Stadt nicht zum Zuge kommt, das Angebot nut­zen: Der Solarwärme-​Check der Verbraucherzentrale kos­tet dank Förderung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie übli­cher­weise 40 Euro. Weitere Informationen dazu gibt es auf www​.ver​brau​cher​zen​trale​.nrw/​e​n​e​r​g​i​e​b​e​r​a​t​ung.

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