Neuss: Morgensternsheide – Verwaltung bleibt Antworten schuldig

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!

Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 20 Cent pro Tag zahlen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, die Berichterstattung ausgeweitet sowie ggf. zusätzliche Redakteure beschäftigt werden.

Sie können Ihre Zuwendung über z. B. "PayPal" oder per Banküberweisung tätigen. Gerne nenne ich Ihnen die Bankverbindung. Bitte fragen Sie nach. Weitere Informationen finden Sie hier.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – Die SPD-​Fraktion ist mit der Vorlage der Verwaltung zur Autobahnbrücke an der Morgensternsheide nicht zufrie­den. Daher haben die Sozialdemokraten die Verwaltung um wei­tere Informationen gebeten.

Wir hät­ten uns gefreut, wenn wir eine detail­lier­tere Beratungsvorlage der Verwaltung erhal­ten hätte, die unter ande­rem die im Nachgang zum Bürgerworkshop ein­ge­gan­ge­nen Stellungnahmen beinhal­tet hätte“, sagt der ver­kehrs­po­li­ti­sche Sprecher der SPD-​Fraktion Sascha Karbowiak.

Er bezieht sich auf die Beratungsunterlage, die im Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung am 31. Mai auf der Tagesordnung steht. Die Verwaltung hat zwar eine Zusammenfassung des Workshops auf der städ­ti­schen Internetseite ein­ge­stellt, die Fraktionen hier­über aller­dings nicht informiert.

In der Versammlung gab es so viele offene Fragen und Anregungen aus der Bürgerschaft – da wüss­ten wir schon gerne im Vorfeld der Sitzung die Antworten der Verwaltung“, sagt Karbowiak der sich bei­spiels­weise fragt, wie die Verwaltung bei der even­tu­el­len Sperrung von frei­tags bis sams­tags über die Sperrung der Brücke infor­mie­ren möchte, um unnö­ti­gen Durchgangsverkehr bereits im Vorfeld ver­hin­dern zu können.

Auch Claudia Föhr, die Stadtverordnete im Wahlkreis Morgensternsheide, inter­es­siert sich für die Beratung im Planungsausschuss. Beispielhaft nennt sie einige offene Fragen:

Wäre es tat­säch­lich nicht mög­lich, den betrof­fe­nen Anwohnern und Gewerbetreibenden einen eige­nen „Schlüssel” für eine Sperranlage zu geben?

Laut Verwaltung geht das nicht, weil die Straße damit zur Privatstraße würde“, sagt Föhr. Die Workshop-​Teilnehmer hät­ten aber andere Städte genannt, wo so ver­fah­ren werde. „Ist diese Bürgereingabe über­haupt geprüft wor­den?“, fragt Föhr.

Auch dar­über hin­aus sieht sie offene Fragen: Wie soll das Durchfahrtsverbot kon­trol­liert wer­den, wenn die Politik sich mehr­heit­lich gegen eine Sperrung der Brücke aus­spricht? Ist hierzu bereits Kontakt mit dem Landrat auf­ge­nom­men wor­den? Wie viele Beamte würde der Landrat hier­für zur Verfügung stel­len? Wie soll eine opti­mierte Verbotsbeschilderung im Detail aussehen?

Die SPD-​Fraktion hat die Verwaltung aus die­sem Grund gebe­ten, den im Rat der Stadt Neuss ver­tre­te­nen Fraktionen zusätz­li­che Informationen zur Verfügung zu stel­len, um in der Sitzung des Planungsausschusses eine sach­ge­rechte Entscheidung tref­fen zu können.

(125 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)