Neuss: Führungen zu den Wildgänsen am Jröne Meerke

Neuss – Die nächste Führung zu den Wildgänsen am Jröne Meerke fin­det am Samstag, 20. Mai 2017, um 10 Uhr statt. Ziel die­ser Veranstaltung des Amtes für Umwelt und Stadtgrün zusam­men mit einem Experten ist es, natur­kund­li­che Informationen und hier im Besonderen zur Lebensweise der Wasservögel zu geben.

Einen Schwerpunkt bil­den dabei die Schneegänse. Sie sind in Neuss die ein­zige Population in Europa. Bei der ers­ten von drei ange­bo­te­nen Führungen mit Manfred Rautenberg am ver­gan­ge­nen Samstag wur­den zahl­rei­che Fragen beant­wor­tet.

So inter­es­sier­ten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dafür, wie die Schneegänse aus­ge­rech­net hier­her kom­men oder wie­viel Nachkommen die Paare haben und wie lange sie brü­ten. Andere Fragen beschäf­tig­ten sich mit den Elterngänsen und was sie tun, um ihre Jungen zu beschüt­zen oder wie sich die Population ent­wi­ckelt.

Bei der Führung rings um das Jröne Meerke beein­druckte der Fachmann durch lang­jäh­rige Kenntnisse und Erfahrungen der dor­ti­gen Gegebenheiten und scheint jede Gans ein­zeln zu ken­nen. Die Vögel spiel­ten an letz­ten Samstag gut mit. So konn­ten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der ers­ten Führung die ein­zi­gen bei­den Küken der bis­her geschlüpf­ten Schneegänse sehen – sie waren noch keine Woche alt, die ande­ren drei Küken waren über Nacht ver­schwun­den.

Aber nicht nur die Schneegänse, son­dern auch die Nil‐, Bless‐, und Kanadagänse haben schon Jungtiere, doch auch hier haben nur wenige Jungtiere die „Attaken“ der Krähen über­lebt. Zwischenzeitlich hat sich auch eine sta­bile Reiherpopulation ent­wi­ckelt, die eben­falls schon Nachkommen haben. Während der Führung wurde die Gruppe Zeuge, wie lis­tig und aggres­siv die Krähen auf Jagd nach Küken gehen: Plötzlich wird es laut im Gebüsch, die Warnrufe der Gänse sind ein­deu­tig zu iden­ti­fi­zie­ren, man hört und sieht auf­ge­reg­tes Flügelschlagen der ange­grif­fe­nen Tiere und die Versuche der Ganter, ihre Familie zu ver­tei­di­gen. Manch einer war erstaunt über die „Brutalität“ in der Natur.

Die bei­den nächs­ten Führungen mit Manfred Rautenberg ein­ge­la­den, fin­den am Samstag, 20. Mai 2017, und am Samstag, 10. Juni 2017, jeweils ab 10 Uhr statt. Treffpunkt sind die Informationsschilder am Jröne Meerke. Eine Anmeldung ist nicht erfor­der­lich.

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