Jüchen: Polizei warnt erneut vor der „Enkeltrickmasche” – Seniorin reagierte umsichtig

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Robert Schilken, Herausgeber



Jüchen (ots) – Aus aktu­el­lem Anlass warnt die Polizei vor Betrügern, die in Rhein-​Kreis Neuss mit dem so genann­ten „Enkeltrick” unter­wegs sind.

Am Mittwochvormittag (17.05.) mel­dete sich eine angeb­li­che Verwandte bei einer über 80-​Jährigen in Jüchen. Die unbe­kannte Frau stellte sich als Tochter ihrer Cousine vor. Sie gab an, sich in finan­zi­el­len Schwierigkeiten zu befin­den und drin­gend 20.000 Euro Bargeld zu benötigen.

Das gelie­hene Geld würde sie sofort am nächs­ten Tag zurück­zah­len. Die miss­traui­sche Seniorin erkannte, dass es sich bei dem Anruf offen­sicht­lich um einen soge­nann­ten „Enkeltrickbetrug” han­delte. Sie ging nicht auf die Forderungen der Unbekannten ein, son­dern infor­mierte rich­ti­ger­weise die Polizei. Die Kripo hat im vor­lie­gen­den Fall die Ermittlungen aufgenommen.

Erfahrungsgemäß hal­ten sich Gruppen die­ser Betrüger für einen län­ge­ren Zeitraum in einem bestimm­ten Gebiet auf. Daher ist nicht aus­zu­schlie­ßen, dass es in den nächs­ten Tagen zu wei­te­ren Betrugsversuchen kommt. Bei Anrufen die­ser Art han­delt es sich um den soge­nann­ten Enkeltrick, bei dem die Gutgläubigkeit und Hilfsbereitschaft älte­rer Menschen aus­ge­nutzt wird. Im schlimms­ten Fall hän­di­gen die Opfer Geld in der Annahme aus, dass sich ein Verwandter in einer finan­zi­el­len Notlage befindet.

Tatsächlich han­delt es sich bei dem Anrufer weder um einen Verwandten oder alten Bekannten, noch liegt eine finan­zi­elle Notlage vor. Die Polizei rät daher, nie­mals Geld an fremde Personen aus­zu­hän­di­gen und sich sofort bei der Verwandtschaft nach der Richtigkeit des Anrufes zu erkundigen.

Derartige Vorkommnisse soll­ten unver­züg­lich der Polizei gemel­det wer­den. Angehörige von älte­ren Menschen, die alleine in ihren Wohnungen leben, soll­ten Seniorinnen und Senioren über die Masche der Betrüger aufklären.

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