Jüchen: Poli­zei warnt erneut vor der „Enkel­trick­ma­sche” – Senio­rin reagierte umsich­tig


Jüchen (ots) – Aus aktu­el­lem Anlass warnt die Poli­zei vor Betrü­gern, die in Rhein-Kreis Neuss mit dem so genann­ten „Enkel­trick” unter­wegs sind.

Am Mitt­woch­vor­mit­tag (17.05.) mel­dete sich eine angeb­li­che Ver­wandte bei einer über 80-Jäh­ri­gen in Jüchen. Die unbe­kannte Frau stellte sich als Toch­ter ihrer Cou­sine vor. Sie gab an, sich in finan­zi­el­len Schwie­rig­kei­ten zu befin­den und drin­gend 20.000 Euro Bar­geld zu benö­ti­gen.

Das gelie­hene Geld würde sie sofort am nächs­ten Tag zurück­zah­len. Die miss­traui­sche Senio­rin erkannte, dass es sich bei dem Anruf offen­sicht­lich um einen soge­nann­ten „Enkel­trick­be­trug” han­delte. Sie ging nicht auf die For­de­run­gen der Unbe­kann­ten ein, son­dern infor­mierte rich­ti­ger­weise die Poli­zei. Die Kripo hat im vor­lie­gen­den Fall die Ermitt­lun­gen auf­ge­nom­men.

Erfah­rungs­ge­mäß hal­ten sich Grup­pen die­ser Betrü­ger für einen län­ge­ren Zeit­raum in einem bestimm­ten Gebiet auf. Daher ist nicht aus­zu­schlie­ßen, dass es in den nächs­ten Tagen zu wei­te­ren Betrugs­ver­su­chen kommt. Bei Anru­fen die­ser Art han­delt es sich um den soge­nann­ten Enkel­trick, bei dem die Gut­gläu­big­keit und Hilfs­be­reit­schaft älte­rer Men­schen aus­ge­nutzt wird. Im schlimms­ten Fall hän­di­gen die Opfer Geld in der Annahme aus, dass sich ein Ver­wand­ter in einer finan­zi­el­len Not­lage befin­det.

Tat­säch­lich han­delt es sich bei dem Anru­fer weder um einen Ver­wand­ten oder alten Bekann­ten, noch liegt eine finan­zi­elle Not­lage vor. Die Poli­zei rät daher, nie­mals Geld an fremde Per­so­nen aus­zu­hän­di­gen und sich sofort bei der Ver­wandt­schaft nach der Rich­tig­keit des Anru­fes zu erkun­di­gen.

Der­ar­tige Vor­komm­nisse soll­ten unver­züg­lich der Poli­zei gemel­det wer­den. Ange­hö­rige von älte­ren Men­schen, die alleine in ihren Woh­nun­gen leben, soll­ten Senio­rin­nen und Senio­ren über die Masche der Betrü­ger auf­klä­ren.

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