Jüchen: Gemeinsam stark für unsere Kinder

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Robert Schilken, Herausgeber



Jüchen – Kunst ver­bin­det. Musik ver­bin­det. Sport ver­bin­det. Was häu­fig ver­ges­sen wird: Auch Kinder ver­bin­den. Eltern, Lehrer und sogar ganze Schulen. 

So ist es nicht ver­wun­der­lich, dass sich die Verantwortlichen der wei­ter­füh­ren­den Jüchener Schulen am 8. Mai im Rathaus tra­fen. Eingeladen hatte als Schulträger Bürgermeister Harald Zillikens.

Der Einladung gefolgt waren die Dezernenten für Gesamtschule und Gymnasium der Bezirksregierung Düsseldorf, Mattis Otto und Karin Abts-​Job, sowie die Schulamtsleiterin der Gemeinde Carola Schellhorn. Seitens der bei­den wei­ter­füh­ren­den Jüchener Schulen nah­men Susanne Schumacher und Elmar Welter ‑Gesamtschule- sowie Monika Thouet und Marcus Hübner ‑Gymnasium- teil.

Thema der Gesprächsrunden war unter Anderem der Wegfall der ver­bind­li­chen Schulempfehlungen. So ist es den Eltern frei­ge­stellt, ihre Kinder an der Schule anzu­mel­den, die sie für ihr Kind rich­tig erach­ten. Im Schuljahr 2017/​2018 hat sich dabei unge­fähr die Hälfte der Eltern für das Gymnasium ent­schie­den. Für die neue Gesamtschule Jüchen, die eben­falls den Weg zum Abitur anbie­tet, hat sich eben­falls die Hälfte der Eltern entschieden.

So ist die Oberstufe an bei­den Schulen von ver­gleich­ba­ren Inhalten geprägt und auch bei den zen­tral gestell­ten Klausuren gibt es Keine Unterschiede. „Wenn es nach mir geht, blei­ben wir bei G 8”, so Monika Thouet. „Wir haben uns nun dar­auf ein­ge­rich­tet. Selbst bei Wahlfreiheit wird es kein G 9 wie frü­her geben, des­sen soll­ten sich alle bewusst sein”.

Auch Bürgermeister Harald Zillikens sieht in den bei­den wei­ter­füh­ren­den Schulen klare Vorteile: „Für alle Kinder in der Gemeinde Jüchen ist eine geeig­nete Schulform vor­han­den. Ständige Wechsel im Schulsystem brin­gen nur Unruhe”. Dies wurde auch von den bei­den anwe­sen­den Dezernenten der Bezirksregierung unter­stri­chen. So koope­rie­ren die bei­den Schulen künf­tig nicht nur in der Oberstufe, um eine Vielzahl an Leistungskursen anbie­ten zu können.

Wie in die­sem Jahr, wird es bei der Schulauswahl auch künf­tig in Einzelfällen eine gemein­same Beratung der Eltern durch beide Schulen geben. „Wir möch­ten den Eltern und Kindern best­mög­li­che Auswahlmöglichkeiten bie­ten”, so Schumacher und Thouet uni­sono. Hinsichtlich der Kooperation gehen die Schülermitvertretungen auch bereits gemein­same Wege. Ob hin­sicht­lich bis­he­ri­ger Projekte, wie Altweiber oder Fair Trade, man tauscht sich bereits aus.

Einig waren sich die Dezernenten der Bezirksregierung, Schulträger und Schulleitungen auch im Hinblick auf die Zügigkeit der bei­den Schulen. Hier wird es keine Änderungen geben. Die Gesamtschule bleibt 4‑zügig, das Gymnasium 3‑zügig, sofern die Schülerzahlen kon­stant bleiben.

So hat der oft viel zitierte „Schulfriede” in Jüchen bereits erfolg­reich Einzug gehal­ten. „Gemeinsam wol­len wir stark sein”, so die bei­den Schulleiterinnen Schumacher und Thouet. Ein Best Practice Beispiel, das jetzt von den Schulleitungen wei­ter ent­wi­ckelt wird. So freut sich Schulleiterin Susanne Schumacher, dass ihre Sportlehrer bereits bei den Abiturprüfungen des Gymnasiums rein­schnup­pern können.

Es gilt jedoch auch noch ver­schie­dene Herausforderungen zu lösen. Harald Zillikens führte z.B. die unter­schied­li­chen Stundentaktungen der Schulen und den unter­schied­li­chen Unterrichtsbeginn, der auf den Schülerbusverkehr abge­stimmt ist, an. „Es gilt Lösungen zu fin­den, hier biete ich als Bürgermeister meine volle Unterstützung an.” „Die Stundenplananpassung wird eine Herausforderung, ist jedoch mög­lich”, bekräf­tig­ten die bei­den stell­ver­tre­ten­den Schulleiter, Marcus Hübner und Elmar Welter.

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