Neuss: BCC bestä­tigt Carsten Mohr (SPD)

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[rsnippet id="7" name="Ne"]Bereits acht Jahre vor Veröffentlichung der sogenannten Panama-Papers im April 2016 hatte der ehemalige Weckhovener Stadtverordnete Carsten Mohr vor den Machenschaften der zwielichtigen Kanzlei Mossack Fonseca gewarnt.

Doch Bundesdruckerei und Bundesfinanzministerium setzten sich über den Risiko- und Treasury-Spezialisten hinweg und stellten von der Direktbelieferung des venezolanischen Innenministeriums auf den Umweg über Eigentümer-getarnte Briefkastenfirmen um.

Nun rückte der 53-jährige Sozialdemokrat in den geschäftsführenden Vorstand der Nichtregierungsorganisation Business Crime Control (BCC) auf. Der ehemalige Osteuropa-Banker und Fachmann für ordnungsgemäße Unternehmensführung wird das Finanzressort des gemeinnützigen Vereins verantworten.

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BCC war 1991 - zwei Jahre vor Transparency International - gegründet worden und leistet Aufklärungsarbeit über die Sozialschädlichkeit und Umweltfeindlichkeit kriminellen Wirtschaftens.

Beruflich leitet das Mitglied des SPD-Wirtschaftsforums Veränderungs- und Verbesserungsprojekte im In- und Ausland. Der frühere stellvertretende Fraktionsvorsitzende in Neuss, der im Dezember 2015 Co-Autor des Memorandums "Neue Wege mit Afrika!" an die Bundesregierung war, erfreut sich seines Rufs als Afrika- und Südamerika-Kenner sowie als Experte für Offshore-Company-Konstruktionen, Offset-Geschäfte sowie Maßnahmen gegen schädliches Verhalten in Unternehmen. Gegenwärtig arbeitet der einstige Bahn-, Gas- und Airline-Finanzmanager unter anderem einen investigativen, teilweise verdeckt durchgeführten Einsatz in der Welt der Schönheitswettbewerbe auf, welcher 2008 in Panama begann.

Als Abschlussredner der International Compliance Conference von FICO Tonbeller, eines führenden Anbieters von Softwarelösungen zur Bekämpfung von Finanz- und Wirtschaftskriminalität, machte Mohr im vergangenen November in Frankfurt klar, wie wichtig das Leitbild des ehrbaren Kaufmanns und Hamburger Kaufmannstugenden aus gesellschaftspolitischer Sicht seien. Die versammelten Vertreter aus neunzig Ländern rief er auf, "authentisch, integer und compliant" zu sein", um nach dreißig Jahren Marktradikalismus einen neuen Mainstream herbeizuführen.

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