Rhein-​Kreis Neuss: Das Kreisveterinäramt rät – Hunde im Frühling beim Spaziergang im Blick behalten

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[rsnip­pet id=„9” name=„R‑K N”]Das Kreisveterinäramt appel­liert an Hundehalter, ihre Tiere in die­sen Wochen im Blick zu behal­ten und – wenn mög­lich – an die Leine zu nehmen. 

Dafür gibt es zwei Gründe: zum einen der Nachwuchs wild­le­ben­der Tiere und zum ande­ren die Verunreinigung von land­wirt­schaft­li­chen Flächen durch Hundekot.

Insbesondere jetzt im Frühling ist Rücksichtnahme gefragt“, betont Dr. Frank Schäfer, Leiter des Kreisveterinäramtes. „Denn frei­lau­fende Hunde sind eine Gefahr für alle jun­gen Wildtiere, und wenn sie auf Feldern ihr Geschäft ver­rich­ten, sind zum Beispiel Erdbeeren und Salatpflanzen hin­ter­her für den Verzehr nicht mehr geeignet.“

Dr. Schäfer erklärt, wes­halb Hundebesitzer und ihre Vierbeiner aus Sicht der Jäger auf dem Weg blei­ben soll­ten: „Hunde kön­nen den Ablauf von Brut und Aufzucht gefähr­den. Denn die Elterntiere kön­nen durch die Witterung des Hundes erschre­cken und dadurch ihren Nachwuchs ver­nach­läs­si­gen. Rehkitze wer­den im schlimms­ten Fall von ihren Müttern nicht mehr angenommen.“

Foto: Thinkstock_​iStock_​jasam_​io_​495453028

Deshalb soll­ten Spaziergänger auch ohne offi­zi­elle Leinenpflicht die Tiere zum Beispiel ent­lang von Feldern, Wiesen und Büschen anlei­nen. Wenn sie die Hunde frei lau­fen las­sen, soll­ten sie dar­auf ach­ten, dass diese mög­lichst auf dem Weg bleiben.

Die Rommerskirchener Landwirtin Andrea Dürselen stellt fest, dass immer häu­fi­ger Hundebesitzer die Tiere rund um ihren Dyxmannshof frei lau­fen las­sen. „Dafür habe ich wenig Verständnis“, sagt sie: „Wir Landwirte pro­du­zie­ren Lebensmittel, die nicht nur beschä­digt, son­dern unbrauch­bar wer­den, wenn Hunde die Felder als Toilette benut­zen.“ Verheerende Schäden rich­ten die Tiere auch an, wenn sie auf frisch bestell­ten Feldern frei her­um­lau­fen und die dort aus­ge­leg­ten Folien beschä­di­gen. Andrea Dürselen, die als Vorsitzende der Jagdgenossenschaft Rommerskrichen selbst Hunde hat, appel­liert an Hundebesitzer, mit zum Erhalt des Lebensraums Natur bei­zu­tra­gen: „So lange jeder mit sei­nem Vierbeiner auf den Wegen bleibt, ist alles in Ordnung. Aber auf dem Feld hat nie­mand außer den Landwirten selbst etwas verloren.“

Weitere Informationen zu dem Thema gibt es beim Veterinäramt des Rhein-​Kreises Neuss unter Telefon 02181 601‑3901.

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