Rhein-​Kreis Neuss: Medienpädagogen unter­stüt­zen Lehrkräfte – Tablets und Smartphones erobern Schulen

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Rhein-​Kreis Neuss – Online-​Vokalbeltests und Hausaufgaben, die Lehrer ihren Schülern aufs Smartphone schi­cken – was für viele Schulen noch uto­pisch klingt, ist für die Medienpädagogen und Lehrer Marc Albrecht-​Hermanns (47), Gala Garcia Frühling (41) und Philipp Wartenberg (37) bereits Alltag. 

Neben ihrer Tätigkeit als Lehrkräfte an Schulen in Dormagen, Neuss und Düsseldorf bie­ten sie im Medienzentrum des Rhein-​Kreises Neuss in Neuss-​Holzheim Fortbildungen für Lehrer an und bera­ten dar­über hin­aus die Schulen und Kommunen im Kreis rund um das Thema digi­tale Medien.

Wir hal­ten es für sehr wich­tig, dass digi­tale Medien im Unterricht regel­mä­ßig genutzt wer­den“, sagt Marc Albrecht-​Hermanns. „Wer offen für den sinn­vol­len Einsatz von Tablets und Smartphones ist, merkt schnell, wie unkom­pli­ziert diese Geräte in den nor­ma­len Stundenplan ein­ge­baut wer­den kön­nen – und auch, wie viel ein­fa­cher sich zum Beispiel Tests oder Umfragen aus­wer­ten lassen.“

Ansprechpartner für Lehrkräfte und Schulen im Kreismedienzentrum (v.l.): Gala Garcia Frühling, Philipp Wartenberg und Marc Albrecht-​Hermanns. Foto: Rhein-​Kreis Neuss

Im Medienzentrum des Rhein-​Kreises Neuss machen Albrecht-​Hermanns und seine Kollegen Lehrer fit für die neue Unterrichtsform. „Wir zei­gen zum Beispiel, wie iPads im Alltag ein­ge­setzt wer­den kön­nen und wel­che Apps und Programme sinn­voll sind“, berich­ten sie. Jugendliche kön­nen selbst aktiv wer­den, indem sie Unterrichtsinhalte in bestimm­ten Fächern in klei­nen selbst­ge­dreh­ten Videofilmen zusam­men­fas­sen. Und Schüler arbei­ten immer häu­fi­ger mit digi­ta­len Dateien und nicht nur mit Arbeitsblättern und Lehrbüchern. Häufig nut­zen sie dabei im Unterricht schon jetzt ihre eige­nen Geräte; dar­über hin­aus stel­len Schulen zum Teil Tablets zur Verfügung.

Voraussetzung für den Einsatz digi­ta­ler Medien ist aller­dings neben der Hardware eine gute Glasfaserverbindung in allen Schulen, beto­nen Gala Garcia Frühling und Philipp Wartenberg. „Nicht nur die wei­ter­füh­ren­den Schulen, auch die Grundschulen brau­chen schnel­les Internet“, sind sie über­zeugt. „Denn anders als noch vor zehn Jahren haben heute bereits fast alle Drittklässler ein Smartphone.“ Ihrer Ansicht nach sind schon die meis­ten Grundschüler tech­nisch so weit, dass sie im Internet für Referate recher­chie­ren oder von Lernplattformen pro­fi­tie­ren können.

Von der Digitalisierung pro­fi­tie­ren wer­den auch die Schüler der Berufs- und Förderschulen des Rhein-​Kreises Neuss. So ist geplant, diese Schulen bis 2020 unter ande­rem mit Glasfaseranschluss und einem flä­chen­de­cken­den WLAN aus­zu­stat­ten. 7,4 Millionen Euro aus dem Landesprogramm „Gute Schule 2020“ will der Kreis kom­plett in seine Digitalisierungsoffensive stecken.

Auch die Risiken des Internets haben Marc Albrecht-​Hermanns, Gala Garcia Frühling und Philipp Wartenberg im Blick. So infor­mie­ren sie im Rahmen des Projekts s.i.n.us. „Sicher im Netz unter­wegs“ zusam­men mit regio­na­len Partnern Schüler, Eltern und Lehrkräfte über Themen wie Gefahren im Netz und Cybermobbing.

Das Medienzentrum bie­tet in Zusammenarbeit mit dem Schulamt für den Rhein-​Kreis Neuss und dem Kompetenzteam des Rhein-​Kreises Neuss kos­ten­lose Fortbildungen für Lehrkräfte an. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite www​.rhein​-kreis​-neuss​.de/​m​e​d​i​e​n​z​e​n​t​rum.

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