Rhein-​Kreis Neuss: 16-​Millionen-​Projekt sym­bo­lisch frei­ge­ge­ben – Kreisstraße 37n

Rhein-​Kreis Neuss – „Heute ist ein guter Tag für Stadt und Kreis, für unsere Wirtschaft und für die Verkehrsteilnehmer in und um Kaarst“. Mit die­sen Worten begrüßte Landrat Hans-​Jürgen Petrauschke jetzt zur sym­bo­li­schen Eröffnung der neuen Kreisstraße 37.

Damit steht die leis­tungs­fä­hige Erschließung des neuen Gewerbegebiets „Kaarster Kreuz“ und des neuen Ikea-​Einrichtungshauses vor dem Abschluss. Ab dem 2. Mai kann der Verkehr rol­len. Im August sol­len auch die beglei­ten­den Bauarbeiten abge­schlos­sen wer­den.

(v.l.): Johannes Ferber Geschäftsführer der Ikea-​Verwaltungs-​GmbH, Landrat Hans-​Jürgen Petrauschke, Bürgermeisterin Dr. Ulrike Nienhaus und der ehe­ma­lige Bürgermeister Franz-​Josef Moormann bei der fei­er­li­chen Verkehrsfreigabe in Kaarst. Foto: A. Baum/​Rhein-​Kreis Neuss

Gemeinsam gaben der Landrat, Bürgermeisterin Dr. Ulrike Nienhaus und Johannes Ferber, Geschäftsführer IKEA Verwaltungs-​GmbH, die K 37n ein­schließ­lich Brücke über Regio-​Bahn, Nordkanal und Landesstraße als wich­tige Stärkung des Wirtschaftsstandorts offi­zi­ell frei. Eine öffentlich-​private Partnerschaft machte das 16-​Millionen-​Euro-​Projekt mög­lich. Der Rhein-​Kreis Neuss finan­ziert 60 Prozent der Kosten, die Stadt Kaarst und die Firma IKEA tra­gen jeweils 20 Prozent.

Heute fei­ern wir nicht nur die Eröffnung einer Verkehrsverbindung, die es in sich hat, son­dern auch die sehr gute Zusammenarbeit von Kreis, Stadt und IKEA“, betonte Bürgermeisterin Dr. Nienhaus, wäh­rend IKEA-​Geschäftsführer Ferber her­aus­stellte, dass ein gutes Mobilitäts- und Verkehrskonzept ein ganz wich­ti­ger Punkt gewe­sen sei, in Kaarst das welt­weit nach­hal­tigste IKEA Einrichtungshaus rea­li­sie­ren zu kön­nen.

Die ver­kehrs­tech­ni­sche Baumaßnahme umfasst:

  • die 1220 Meter lange neue Kreisstraße 37,
  • 340 Meter Ausbau der Landesstraße 390,
  • ins­ge­samt 1350 Meter Geh- und Radwege,
  • 400 Meter neue Fahrbahn zum Autobahnanschluss A 57,
  • eine Brücke über die Regio-​Bahn, den Nordkanal und die L 390 mit einer Länge von 73 Metern und 13 Metern Breite,
  • 2 Stützwände ent­lang des Nordkanals,
  • 2 Regenrückhaltebecken und 1.565 Meter Regenwasserkanal,
  • 12 neue Ampelanlagen im Zuge der neuen und alten K 37.
  • Außerdem ist ein Grünkonzept mit Allee-​Bepflanzung vor­ge­se­hen.

Neben der Erschließung des neuen Gewerbegebiets dient die K 37n der Entlastung und zugleich Steigerung der Leistungsfähigkeit der L 390 und des Knotenpunkts L 390/​K 37/​Gümpgesbrücke, wo die Staus ein Ende haben sol­len.

Verkehrsprognosen gehen davon aus, dass 2025 rund 14 000 Kfz pro Tag über die neue Kreisstraße fah­ren, bei einem Schwerverkehrsanteil von 8,6 Prozent. Für die alte K 37 geht man von einem Rückgang von 14 000 Kfz am Tag auf rund 9000 aus. Für die L 390 lie­gen die Berechnungen für 2025 bei 31 000 Kfz pro Tag bei einem Schwerverkehrsanteil von 6,6 Prozent.

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