Meerbusch: Briefwähler-​Ansturm vor der Landtagswahl

Meerbusch – Im Wahlamt der Stadt Meerbusch im Bürgerhaus an der Wittenberger Straße in Lank herrscht rege Betriebsamkeit.

Rund 3.800 Briefwahlunterlagen für die Landtagswahl am 14. Mai hat die Mannschaft von Wahlamtsleiter Holger Reith in den ver­gan­ge­nen Tagen schon ein­ge­tü­tet und ver­schickt. Alle ein­ge­hen­den Briefwahlanträge wer­den tages­ak­tu­ell bear­bei­tet, die Unterlagen gehen umge­hend auf die Reise – und die kann durch­aus lang sein.

Wir haben auch Stimmzettel nach Shanghai, in die USA oder nach Spanien ver­schickt”, lächelt Holger Reith. „Aus dem Ausland kommt bestimmt noch eini­ges mehr.” Anträge auf Briefwahl sein dies­mal so früh und so zahl­reich ein­ge­gan­gen wie noch nie. Selbst nach Unterlagen für die Bundestagswahl im September sei schon gefragt wor­den. „Diese Leute muss­ten wir natür­lich ver­trös­ten.”

Das rege Interesse an der Briefwahl ist immer auch ein Indiz für hohe Wahlbeteiligung. Die Briefwahl ist in Meerbusch „tra­di­tio­nell” über­aus beliebt. 8.000 Meerbuscher Wählerinnen und Wähler haben bei der jüngs­ten Landtagswahl im Jahr 2012 per Post ihre Stimme abge­ge­ben, bei der Bundestagswahl vor fünf Jahren waren es sogar über 11.000.

Auch für den Wahltag selbst ste­hen in Meerbusch alle Signale auf Grün. Für die 27 Wahllokale und das Briefwahlzentrum im Büdericher Mataré-​Gymnasiums ste­hen 237 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer zur Verfügung. „Für den Notfall haben wir noch Ehrenamtler in Reserve”, erklärt Holger Reith. „Die Probleme ande­rer Kommunen, die Not haben, ihre Wahlvorstände zu beset­zen, gibt es bei uns gott­lob nicht.” Auf einen ent­spre­chen­den Aufruf der Stadtverwaltung im März hat­ten sich umge­hend aus­rei­chend Interessenten gemel­det.

Beim Urnengang am 14. Mai wird es vier neue Wahllokale geben. Das neue Familienzentrum am Laacher Weg in Büderich löst die alte Kita „Sonnengarten” in der Böhler-​Siedlung ab. Auch in Osterath gibt es eine Veränderung: Die städ­ti­sche Kita „Knirpsmühle” im Mühlenfeld ist in ein neues Gebäude am Wienenweg umge­zo­gen. Stattdessen gibt es ein neues Wahllokal in der Stadtteilbibliothek Osterath an der Kaarster Straße. In Bösinghoven wird statt wie bis­her in der Alten Schule dies­mal im Katholischen Pfarrzentrum St. Pankratius gewählt. In Strümp wurde aus Platzgründen das Wahllokal in der Städtischen Kita „Kunterbunt” am Isselweg auf­ge­ge­ben. Dafür stellt nun das Meridias-​Seniorenheim an der Helen-​Keller-​Straße Räume zur Verfügung.

Damit reagiert die Stadtverwaltung auch auf den Wunsch der Ratspolitiker, mehr Wahllokale in Senioreneinrichtungen anzu­bie­ten.

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