Dormagen: Tauffeier für den Helmut-Schmidt-Platz

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Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen – Ein Abend mit vie­len Erinnerungen an einen der belieb­tes­ten Deutschen erwar­tet die Dormagener am Mittwoch, 26. April, ab 18 Uhr bei der Namensgebungsfeier für den Helmut-Schmidt-Platz. 

Prominenter Ehrengast ist der ehe­ma­lige Vize-​Kanzler der Bundesrepublik, Franz Müntefering. Gemeinsam mit ihm wird Bürgermeister Erik Lierenfeld die neuen Straßenschilder auf dem bis­he­ri­gen Marktplatz enthüllen.

Um 18.30 Uhr geht es mit einer Lesung und Talkrunde in der benach­bar­ten Stadtbibliothek wei­ter. Als Buchautor belegte Helmut Schmidt nach dem Ende sei­ner Kanzlerschaft immer wie­der Spitzenplätze auf der Bestsellerliste. Eine per­sön­li­che Auswahl aus sei­nen Werken haben Müntefering als lang­jäh­ri­ger poli­ti­scher Weggefährte und der Dormagener Altbürgermeister und Ehrenbürger Heinz Hilgers getrof­fen. Auch er ist Helmut Schmidt in sei­ner poli­tisch akti­ven Zeit noch per­sön­lich begeg­net. Die Sicht der nach­fol­gen­den Generationen ver­tritt Bürgermeister Lierenfeld. Als er 1986 gebo­ren wurde, war Schmidt schon vier Jahre aus dem Amt geschieden.

Moderiert wird die Talkrunde von der Journalistin Birgit Wilms. Die Musikschule Dormagen umrahmt den Abend mit einer Hommage an den gro­ßen Klassik-​Liebhaber Schmidt, der selbst her­vor­ra­gend Klavier spielte. Die Gäste kön­nen auch eines der Lieblingsgerichte des Hamburgers pro­bie­ren. Er scheute sich nicht davor, das typisch nord­deut­sche Labskaus – ursprüng­lich ein ein­fa­ches Ma­trosenessen – auch Staatsgästen wie dem fran­zö­si­schen Präsidenten Valery Giscard d’Estaing zu ser­vie­ren. Dies sorgte sei­ner­zeit für viel Heiterkeit.

Am 10. November 2015 ver­starb Helmut Schmidt im Alter von 96 Jahren in sei­nem Haus in Hamburg-​Langenhorn. Hohe Anerkennung hatte der Sozialdemokrat bereits 1962 als Krisenmanager bei der Sturmflut in Hamburg gewon­nen. Von 1974 bis 1982 war er deut­scher Bundeskanzler. Ihm zu Ehren hat der städ­ti­sche Planungsausschuss beschlos­sen, den Marktplatz umzu­be­nen­nen. „Wir gehö­ren damit bun­des­weit zu den ers­ten Städten, die Helmut Schmidt eine Straße oder einen Platz wid­men. Auf diese Art wol­len wir an einen all­seits aner­kann­ten Politiker erin­nern, der uns mit sei­nem pflicht­be­wuss­ten Handeln auch heute noch ein Vorbild gibt“, sagt Bürgermeister Lierenfeld.

Auf die Adressen der Anwohner hat die Umbenennung keine Auswirkung. Zu der Tauffeier sind alle inter­es­sier­ten Bürger eingeladen.

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