Neuss: Schutz von Wildtieren wäh­rend der Brutzeit

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – In der Brutsaison sind frei­lau­fende Hunde eine der häu­figs­ten Ursachen für Konflikte mit Jägern, Landwirten und dem Naturschutz. 

Daher bit­tet das Amt für Umwelt und Stadtgrün alle Neusser Hundehalterinnen und –hal­ter, im Frühjahr beson­ders dar­auf Acht zu geben, dass ihre Hunde die Wildtiere nicht stö­ren oder gar wildern.

Die in Naturschutzgebieten, öffent­li­chen Grünanlagen und im Wald außer­halb von Wegen gel­tende Anleinpflicht dient die­sem Zweck. Verstöße dage­gen kön­nen nach dem Bundes- und Landesnaturschutzgesetz mit einer Geldbuße bis zu 400 Euro geahn­det werden.

Werden beson­ders oder streng geschützte Tiere dabei getö­tet, kann es bis zu meh­rere tau­send Euro kos­ten. Auch das Verlassen der Wege ist in Naturschutzgebieten ver­bo­ten und wird aus den glei­chen Gründen mit einer Geldbuße geahn­det. Schon eine kurz­zei­tige Störung der Elterntiere kann zur Tötung der Jungen führen.

Besonderen Schutz genie­ßen die ein­hei­mi­schen Wildtiere in den Naturschutzgebieten. Doch auch in Wäldern und Feldern außer­halb von Naturschutzgebieten dür­fen die Wildtiere nach dem Naturschutzrecht nicht mut­wil­lig bei ihrem Brutgeschäft und der Jungenaufzucht gestört wer­den. Im Wald ist es bei­spiels­weise das Niederwild, auf das die Jäger beson­de­res Augenmerk rich­ten, im Feld sind es Feldhase und boden­brü­tende Feldvögel wie Kiebitz und Feldlerche.

In den öffent­li­chen Grünanlagen, wie im Rheinpark, sind es vor allem die Wasservögel und Amphibien an den Feuchtbiotopen und Teichen, deren Fortpflanzungsstätten durch gedan­ken­lo­ses Verhalten von Erholungssuchenden gefähr­det sind.

In die­sem Frühjahr wird die Stadt Neuss die Einhaltung der Anleinpflicht beson­ders im Naturschutzgebiet Uedesheimer Rheinbogen ver­stärkt kon­trol­lie­ren. Die dor­ti­gen Lebensräume für geschützte Arten, wie Flussregenpfeifer, Nachtigall und Steinkauz, wur­den 2003 zusätz­lich als Europäisches Natura 2000-​Schutzgebiet gemäß der Fauna-​Flora-​Habitat-​Richtlinie ausgewiesen.

Das Amt für Umwelt und Stadtgrün bit­tet alle Besucher die­ser Rheinauenlandschaft durch rück­sichts­vol­les Verhalten mit­zu­hel­fen, die dor­tige viel­fäl­tige Tier- und Pflanzenwelt zu erhal­ten, ihre Hunde anzu­lei­nen und die Wege nicht zu ver­las­sen. Die betret­ba­ren Wege im Naturschutzgebiet sind auf den Informationstafeln an den Zugängen gekennzeichnet.

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