Neuss: Maler Ludwig Wingerath stif­tet Werke an St. Augustinus Memory-Zentrum

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Neuss – Gleich drei sei­ner Ölgemälde hat der Neusser auto­di­dak­ti­sche Maler Ludwig Wingerath jetzt dem St. Augustinus Memory-​Zentrum gestiftet. 

Er sagt damit auf seine Art „Danke“: Rund drei Jahre zuvor hat seine Frau, die er heute noch pflegt, die Diagnose „Demenz“ erhal­ten. In der Beratungsstelle des St. Augustinus Memory-​Zentrums haben beide mit Manfred Steiner einen wich­ti­gen Ansprechpartner und Wegbegleiter gefunden.

Zwei große Leidenschaften hat sich der gebür­tige Grevenbroicher bis heute mit 80 Jahren bewahrt: Die wöchent­li­chen Touren mit dem Rennrad und das Malen. „Das eine hält mich kör­per­lich fit, das andere see­lisch im Gleichgewicht.

Stiftete drei sei­ner Werke dem St. Augustinus Memory-​Zentrum: Ludwig Wingerath gemein­sam mit Mathias Junggeburth, Einrichtungsleiter Haus St. Georg, (li) und Manfred Steiner von der Beratungsstelle (re) des Zentrums. Foto: Privat

Beim Malen komme ich zur Ruhe, ent­spanne mich und schalte vom Alltag ab“, erzählt Ludwig Wingerath über sich. Seit rund drei Jahren pflegt er seine Frau Zuhause. „Der Kontakt kam erst­mals vor drei Jahren in mei­ner Beratungsstelle zustande. Damals haben wir gemein­sam über­legt, wel­che Unterstützung im Alltag für beide hilf­reich ist“, erzählt Manfred Steiner vom ers­ten Treffen.

Ludwig Wingerath hat dann einen Kurs der Familialen Pflege besucht, für seine Frau war die Kurzzeitpflege ein sinn­vol­les Angebot. Auch heute noch nut­zen sie die vie­len Angebote im Quartiershaus an der Steinhausstraße, wie die geron­to­psych­ia­tri­sche Ambulanz oder die Beratungsstelle.

Zum Malen kommt Ludwig Wingerath schon im Jugendalter, als er Bekanntschaft macht mit einem Kunstprofessor aus der Nachbarschaft. „Ich wich ihm nicht mehr von der Seite und besuchte ihn regel­mä­ßig zum gemein­sa­men Zeichnen und Malen“, blickt Wingerath in die Vergangenheit zurück. Während des zwei­ten Weltkrieges wird er dann im elter­li­chen Betrieb gebraucht, spä­ter arbei­tet er als Werkleiter in einer Betonfirma. Doch das große Hobby bleibt und mit der Zeit wach­sen auch die Bekanntheit und die Aufträge.

Foto: Privat

Die Werke in Öl und Aquarell zei­gen häu­fig Landschaften aus der Umgebung, etwa die Zollfeste Zons, das Schloss Dyck, das Neusser Obertor, aber auch his­to­ri­sche und tra­di­tio­nelle Motive wie das Neusser Schützenfest oder Napoleon und auch mal ein Stillleben.

Die drei gestif­te­ten Werke sol­len jetzt die Bewohner des Hauses St. Georg, dem Pflegeheim im St. Augustinus Memory-​Zentrum, erfreuen. Zu sehen sind zwei Neusser Motive, das Obertor und das St. Quirinus Münster. Auf dem drit­ten hat Ludwig Wingerath die Heilige Maria por­trä­tiert. „Die bekann­ten Motive wer­den bei unse­ren Bewohnern bestimmt Erinnerungen an ver­gan­gene Tage in Neuss und Umgebung wecken“, freut sich auch Mathias Junggeburth Einrichtungsleiter des Hauses St. Georg.

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