Dormagen: Italienischer Geschäftsmann ließ seine Tasche zurück – Fund in der S‑Bahn

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Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen-​Nievenheim – Seinen Augen traute Salam Rashid nicht, als er eine Tasche öff­nete, die er am Sonntagabend in der S‑Bahn auf dem Weg von Neuss nach Nievenheim gefun­den hatte. 

Ich habe sie mit­ge­nom­men, weil in dem Zug offen­bar nie­mand war, dem sie gehörte“, erzählt der 30-​jährige Syrer, der als Flüchtling in der Unterkunft an der Marie-​Schlei-​Straße lebt. In der Tasche befan­den sich ein Laptop, Flugtickets und Bargeld – statt­li­che 3090 Euro.

Foto: Stadt

Trotzdem zögerte Rashid nicht und gab sei­nen Fund noch am glei­chen Abend auf der Dormagener Polizeiwache ab. „Anhand der Flugunterlagen konn­ten wir den Eigentümer rasch aus­fin­dig machen. Es han­delte sich um einen Messegast aus Italien, der sich sehr gefreut hat, die Tasche mit­samt dem kom­plet­ten Inhalt zurück­zu­er­hal­ten“, sagt Wachleiter Michael Meyer. Wohl nicht jeder Finder wäre so ehr­lich gewesen.

Für sein Verhalten konnte Rashid jetzt ein Dankeschön des Eigentümers ent­ge­gen­neh­men, das die­ser bei der Polizei zurück­ließ. „Das Abgeben des Fundes ist umso höher zu bewer­ten, wenn man die Situation bedenkt, in der sich der Flüchtling und seine Familie befin­den“, macht der städ­ti­sche Fachbereichsleiter für Integration, Volker Lewerenz, deutlich.

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