Kaarst/​Korschenbroich: Telefonbetrüger nut­zen die Notrufnummer der Polizei

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Robert Schilken, Herausgeber



Kaarst, Korschenbroich (ots) – Bei vie­len Kaarster und Korschenbroicher Bürgerinnen und Bürgern gin­gen am Mittwoch (29.3.), zumeist in den spä­ten Abendstunden, merk­wür­dige Anrufe ein. 

Im Telefondisplay war die Nummer 02131–110 abzu­le­sen, die den Anschein erweckte, ein Anschluss der Polizei zu sein. Entsprechend gab sich der unbe­kannte Gesprächspartner, in ver­mut­lich betrü­ge­ri­scher Absicht, als Polizist aus und erfragte Details zu Wohn- und Vermögensverhältnissen.

In den genann­ten Fällen schöpf­ten die Angerufenen Verdacht, gaben keine per­sön­li­chen Daten preis und infor­mier­ten statt­des­sen rich­ti­ger­weise die „echte Polizei”. Ermittlungen wegen ver­such­ter Betrugsstraftaten sind die Folge.

Achtung! Die Polizei ruft nicht mit der Anruferkennung „110” an erfragt keine per­sön­li­chen Daten und stellt auch keine Geldforderungen am Telefon! Die Täter nut­zen eine Computersoftware, die im Display der Angerufenen die 110 erschei­nen lässt. Mit dem soge­nann­ten Call ID-​Spoofing kann jede belie­bige Nummer am Telefon des Opfers ange­zeigt wer­den und so eine fal­sche Identität vor­täu­schen. Was tun im kon­kre­ten Fall?

Keine per­sön­li­chen Daten gegen­über dem Anrufer preis­ge­ben. Das Telefonat been­den. Selber den Notruf 110 wäh­len (so kön­nen Sie sicher sein, die „echte” Polizei am Draht zu haben) und den Sachverhalt schildern.

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