Jüchen: Bildungspartnerschaft trägt Früchte

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!

Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 20 Cent pro Tag zahlen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, die Berichterstattung ausgeweitet sowie ggf. zusätzliche Redakteure beschäftigt werden.

Sie können Ihre Zuwendung über z. B. "PayPal" oder per Banküberweisung tätigen. Gerne nenne ich Ihnen die Bankverbindung. Bitte fragen Sie nach. Weitere Informationen finden Sie hier.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber



Jüchen – Vor zwei Jahren wurde zwi­schen dem Archiv der Gemeinde Jüchen und dem Gymnasium im Rahmen des Projekts „Archiv und Schule” des Landes NRW eine Bildungspartnerschaft begründet. 

Das Ziel des dama­li­gen Förderprogramms ist, die sys­te­ma­ti­sche und nach­hal­tige Kooperation zwi­schen Archiven und Schulen zu stär­ken und damit u. a. die his­to­ri­sche Bildung der Schülerinnen und Schüler zu ver­tie­fen sowie deren Recherchekompetenz zu schulen.

Ein wesent­li­cher Bestandteil die­ser Kooperation liegt darin, die Schülerinnen und Schüler im Gemeindearchiv anhand von authen­ti­scher Materialien bei der Erstellung von Facharbeiten zur Geschichte ihres Heimatortes zu unter­stüt­zen. Das Gemeindearchiv sieht sich hier­bei als kom­pe­ten­ter Partner im Bereich der Regionalgeschichte.

v.l.n.r.: Monika Thouet, Harald Zillikens, Annika Wilms, Dr. Axel Bayer, Greta Hamacher, Lukas Höll, Max Andler und Dr. Joachim Schröder. Foto: Gemeinde

Hierbei bie­tet das his­to­ri­sche Arbeiten im Archiv auch Freiraum für Eigeninitiative und ent­de­cken­des Lernen. Die Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwi­schen dem Gemeindearchiv und dem Gymnasium eig­nen sich für alle Altersstufen, beson­ders jedoch für die Grund- und Leistungskurse der Oberstufe.

Am gest­ri­gen Dienstag über­gab Annika Wilms, Stufe Q 2 und ange­hende Abiturientin des Gymnasiums die von ihr ver­fasste Facharbeit im Fach Geschichte zum Thema: „Ilse Rübsteck, geb. Falkenstein – Das Schicksal einer jüdi­schen Mitbürgerin aus Jüchen“ an Bürgermeister Harald Zillikens. Annika Wilms stützte sich dabei nicht nur auf die ein­schlä­gige Literatur, son­dern nutzte auch die Quellen im Archiv der Gemeinde und führte selbst meh­rere Gespräche mit der nun­mehr fast 95jährigen Zeitzeugin, die als eine der weni­gen Überlebenden der Judenverfolgung aus der Gemeinde Jüchen gilt.

In ihrer Facharbeit doku­men­tiert sie ein­drucks­voll das bewegte Leben der Jüchenerin: Kindheit und Jugend in Hochneukirch, Verfolgung in der NS-​Zeit, aber auch die schwie­rige Zeit nach 1945 im Deutschland der Nachkriegszeit. In der Facharbeit erschließt sich dem Leser beson­ders, über wel­ches Detailwissen Frau Rübsteck heute noch ver­fügt und wie bereit­wil­lig sie Auskunft gab.

(2 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)