Neuss: Norfer Schulen sol­len schnelle Internetanschlüsse bekommen

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – Schnelle Internetanschlüsse wer­den immer wich­ti­ger – nicht nur in Privathaushalten und Betrieben, son­dern auch in den Schulen. 

Während einige Schulen in Neuss bereits über eine gute Netzanbindung ver­fü­gen, haben andere ernst­hafte Probleme. Die CDU Neuss will das nun ändern und hat dabei beson­ders Norf im Blick.

Norf gilt als „wei­ßer Fleck“ im Stadtgebiet, das heißt als Bereich, in dem die Internetanbindung beson­ders schlecht ist. Der Grund dafür: Der Stadtteil liegt in einem soge­nann­ten Nahbereich, d.h. in einem Radius von etwa 500 Metern um eine Vermittlungsstelle der Deutschen Telekom.

In die­sen Nahbereichen ist die Vectoring-​Technologie, mit der Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zum 100 MBit/​s mög­lich sind, noch nicht aus­ge­baut. Schnellere Anschlüsse ande­rer Anbieter sind an den Schulstandorten in Norf nicht ver­füg­bar. „Eine Schule hat mir eine reale Geschwindigkeit von unter 2 MBit/​s gemel­det. Zurecht spricht der Schulleiter von einem ‚abge­häng­ten‘ Notstandsgebiet“, erklärt der Stadtverordnete Thomas Kaumanns, der sich um digi­tale Infrastruktur küm­mert. Insgesamt fünf Norfer Schulleitungen hat­ten sich kürz­lich mit einem Schreiben an den Bezirksausschuss Norf gewandt und die schlechte Internetanbindung beklagt.

Wir wol­len nicht dar­auf war­ten, dass die Telekom aktiv wird, son­dern den Schulen schnell und unbü­ro­kra­tisch hel­fen“, signa­li­siert Waltraud Beyen, die stell­ver­tre­tende Vorsitzende des Bezirksausschusses Norf. „Wir möch­ten, dass die Schulen vor­her – und sei es nur über­gangs­weise – mit schnel­len Internetanschlüssen ver­sorgt wer­den, ggf. mit­tels einer mobi­len Technologie“, so Kaumanns und Beyen. Einen Antrag dazu hat die CDU-​Fraktion gemein­sam mit dem grü­nen Koalitionspartner für die nächste Sitzung des Schulausschusses formuliert.

Sofern wei­tere Schulen in ande­ren Stadtteilen ähn­li­che Probleme haben, sol­len auch diese Hilfe bekom­men. „Unser lang­fris­ti­ges Ziel aller­dings bleibt die Anbindung aller Schulen ans Glasfasernetz“, blickt Kaumanns in die Zukunft. „Dieses Ziel for­mu­liert neu­er­dings auch das NRW-​Schulministerium. Ich bin gespannt, ob es bei Worten bleibt oder ob das Land auch Geld für den Breitbandausbau zur Verfügung stellt.“

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