Dormagen: „Kulturrucksack“ – Gratis für Kinder – Hip-​Hop, Computerspiele ent­wi­ckeln oder Kriminalfälle lösen

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Dormagen – Lust dar­auf, selbst ein­mal ein Abenteuerspiel am Computer zu ent­wi­ckeln? Oder Hip-​Hop-​Songs zu tex­ten? Oder seine eige­nen Comic-​Helden zu entwerfen? 

Die Chance dazu haben Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 14 Jahren mit dem „Kulturrucksack“ des Landes NRW. Bereits zum fünf­ten Mal betei­li­gen sich die Städte Dormagen und Monheim am Rhein gemein­sam an die­ser Bildungsinitiative, mit der früh­zei­tig bereits das Interesse an Kunst und Kultur in ver­schie­de­nen Formen geweckt wer­den soll.

Allein in Dormagen ste­hen dabei von Mai bis November erneut 14 Veranstaltungen auf dem Programm. Sie sind für die Teilnehmer alle kos­ten­frei“, sagt Projektkoordinatorin Alexandra Banowski vom Team der Stadtbibliothek. Ab sofort star­tet die Anmeldung.

Auch ein Fotoworkshop für Kinder und Jugendliche gehört wie­der zum Programm des Kulturrucksacks. Foto: Stadt

Schon ein Renner beim „Kulturrucksack“ sind die Krimidinner in der Stadtbibliothek. „Weil die Nachfrage so hoch ist, wer­den wir die Kinder in die­sem Jahr gleich drei­mal ein­la­den, einen span­nen­den Fall zu lösen“, berich­tet Bibliotheksleiterin Claudia Schmidt. Auch den belieb­ten Foto-​Workshop, bei dem die Teilnehmer auf Entdeckungsreise durch ihre hei­mat­li­che Umgebung gehen, wird es als Ferien-​Wochenendkurs wie­der geben. Die Ergebnisse sind anschlie­ßend in einer Ausstellung zu bewundern.

Los geht das Programm mit einem Zeichen-​Workshop für Comics. Kinderbuchautor Guido Kasmann ist mit sei­nem Erzähltheater „Theo – das Tagebuch“ in der Bibliothek zu Gast. Das Landestheater Burghofbühne Dinslaken führt hier zudem das Theaterstück „Mia“ über ein Roma-​Mädchen und seine Flucht nach Deutschland auf. Gleich zwei Workshops wid­men sich dem Thema Hip-​Hop. In Dormagen ler­nen die Teilnehmer, Rap-​Texte zu schrei­ben – in Monheim wird die pas­sende Musik dazu kom­po­niert. Das musi­ka­li­sche Experiment endet dann mit einem gemein­sa­men Jam.

Auf ein Novum in die­sem Jahr weist Koordinatorin Banowski hin. Zum ers­ten Mal bie­tet die Stadtbibliothek zwei Workshops für Game-​Fans an. Wer Spaß am Erfinden von eige­nen Geschichten und Phantasiewelten hat, kann in dem einen Kurs erfah­ren, wie er mit dem Open-​Source-​Tool „Twine“ selbst zum Computerspielentwickler wird. Ein zwei­ter Workshop beschäf­tigt sich mit der App „Action Bound“. Sie ermög­licht mul­ti­me­diale Erlebnistouren, bei denen Suchaufgaben mit GPS-​Lokalisierung, QR-​Codes und Mini-​Games zu lösen sind.

Auch das Kreismuseum Zons ist beim Kulturrucksack wie­der mit an Bord. Hier kön­nen die Kinder unter ande­rem Wappen ent­schlüs­seln und ein pas­sen­des Emblem für ihren „Familienclan“ ent­wer­fen. Die jähr­li­che Rucksackparty fin­det dies­mal im Ulla-​Hahn-​Haus in Monheim statt. Bei lecke­ren Snacks und Getränken wer­den dort die Ergebnisse aus den vor­an­ge­gan­ge­nen Workshops präsentiert.

An dem Kulturrucksack-​Programm betei­lig­ten sich im vori­gen Jahr rund 460 Kinder und Jugendliche aus Dormagen. Das Land Nordrhein-​Westfalen gewährt den teil­neh­men­den Kommunen eine Pauschale von 4,40 Euro pro Kind im Alter von zehn bis 14 Jahren.

Für Dormagen und Monheim sind dies ins­ge­samt rund 22 000 Euro als jähr­li­che Hilfe für noch mehr Kinder- und Jugendkultur. Das Programm steht auf www​.dor​ma​gen​.de und liegt auch im Rathaus und allen städ­ti­schen Kultureinrichtungen aus. Für alle Veranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich.

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