Neuss: Wildtiere – Bitte nicht Füttern

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – Das Füttern von Wildtieren ist ver­bo­ten, dar­auf weist das Amt für Umwelt und Stadtgrün alle Bürgerinnen und Bürger hin. Neben Wasservögeln betrifft das auch Tauben und Nutrias. 

Wer gegen die städ­ti­sche Gartenordnung und das Fütterungsverbot der Stadt Neuss ver­stößt, muss mit einem Bußgeld bis zu 500 Euro rechen. Der Frühling lockt die Menschen wie­der ver­mehrt in die Natur. Die Grünanlagen mit ihren Teichen sind dabei beliebte Ausflugsziele.

Viele Mitbürgerinnen und Mitbürger glau­ben, Enten, Gänsen und ande­ren Tieren in den Parks mit Brot oder ande­ren Nahrungsresten etwas Gutes zu tun, aber das Gegenteil ist der Fall. Durch das Futter wer­den dem Wasser zusätz­li­che Nährstoffe zuge­führt, die das Algenwachstum begüns­ti­gen. Die Algen wie­derum ver­zeh­ren den Sauerstoff, so dass sich die Gewässerqualität ver­schlech­tert. Dieses Problem wird durch den Kot, den die vie­len mit Futter ange­lock­ten Tiere aus­schei­den, noch verstärkt.

Auf das Überangebot an Nahrung reagie­ren man­che Arten zudem mit star­ker Vermehrung, wodurch das Gleichgewicht des Ökosystems aus den Fugen gerät. So wer­den in der Folge auch Ufervegetation und Wiesen zer­stört. Gleichzeitig stel­len die Tiere sich auf das viele Futter ein und ver­lie­ren damit ihr natür­li­ches Nahrungsverhalten. Das zusätz­li­che Futter zieht zudem Ratten und Nutrias an, was zu wei­te­ren Problemen führt.

Wild lebende Wasservögel, wie Enten, Schwäne, Gänse und Blessrallen, sind auch wäh­rend der Kälteperiode nicht auf das Füttern durch den Menschen ange­wie­sen. In den Gewässern gibt es aus­rei­chend Nahrung, wie Wasserpflanzen, Schilf, Wasserlinsen, Insekten, Krebstiere sowie Schnecken und Würmer.

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