Neuss: Bürgerbeteiligung zur Verkehrssituation Morgensternsheide

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – Im Zusammenhang mit der bevor­ste­hen­den Eröffnung des Möbelhauses IKEA in Kaarst lud die Stadt Neuss Bürgerinnen und Bürgern, am ver­gan­ge­nen Mittwoch den 15. März 2017, zu einer Veranstaltung über die Verkehrssituation auf der Morgensternsheide ein.

Planungsdezernent Christoph Hölters und wei­tere Mitarbeiter der Verwaltung infor­mier­ten in der Gärtnerei der Gemeinnützigen Werkstätten Neuss (GWN) über die zu erwar­ten­den ver­kehr­li­chen Auswirkungen durch den Neubau an der Neusser Stadtgrenze.

Erläutert wird eben­falls die Möglichkeit eines soge­nann­ten Verkehrsversuchs, der par­al­lel zur Eröffnung des Möbelhauses durch­ge­führt wer­den soll.

Die Verwaltung plant die Brücke, wel­che über die Autobahn 57 (Holzbüttgener Weg) führt, durch eine Schranke sper­ren zu las­sen. So will die Verwaltung den Ikea Verkehr aus der Nordstadt (Geulen-​/​Steinhausstraße) her­aus­hal­ten. „Täglich erwar­ten wir 10.000 Besucher. Am Wochenende deut­lich mehr”, klärte Hölters den etwa 150 anwe­sen­den Bürgern.

Schon zu Beginn der Veranstaltung kam es zu ver­ba­len Auseinandersetzungen der unter­schied­li­chen Anwohnergruppen, die sich jedoch im Laufe des Abends relativierten.

In der Planung gibt es zwei Varianten für die Position der Schranke. Variante 1 in Höhe des Schrottplatzes, Variante 2 kurz vor der Brücke.

Im Vorfeld erklärte Hölters die zwin­gende Notwendigkeit der Planung zum jet­zi­gen Zeitpunkt. Geschuldet einem ver­wal­tungs­tech­ni­schen Vorlauf muss der Bau einer Verkehrslenkungsanlage (Schranke) jetzt ein­ge­lei­tet wer­den, um zum benö­tig­ten Zeitpunkt ver­füg­bar zu sein. Diese Prozedur ist völ­lig unab­hän­gig ob und in wel­chem Umfang die Schranke spä­ter genutzt wer­den soll.

Anwohner der Straße „Auf dem Berg/​An der Hecke“

Anwohner der Straße „Auf dem Berg/​An der Hecke“ (Aussage: „Wir sind auch Neusser“) befürch­ten in ihrer Bewegungsmöglichkeit mas­siv ein­ge­schränkt zu wer­den. „21 Haushalte, meh­rere schul­pflich­tige Kinder und Gartenbaubetriebe sind auf eine unge­hin­derte Verkehrsanbindung ange­wie­sen“, so ein Sprecher der Anwohner.

Eine Schranke schnei­det die Anwohner ent­we­der von Kaarst oder Neuss ab, ist die Befürchtung.

Ähnlich sehen dies Anwohner der Straßen in der Ortslage Morgensternsheide. Sie befürch­ten und bekla­gen zwar eine stei­gende Verkehrsbelastung, wol­len aber die Erreichbarkeit des Kaarster Stadtgebietes erhalten.

Die Anwesenden ver­teil­ten sich, zu wei­te­ren Gesprächen, an drei Tische wo Pläne aus­la­gen. Hier konn­ten Ideen gesam­melt und Meinungen aus­ge­tauscht werden.

Planungsdezernent Hölters wies im Nachgang der Gesprächsrunde noch ein­mal aus­drück­lich dar­auf hin, dass die geplante Schranke nicht zwin­gend zum Dauereinsatz vor­ge­se­hen ist. Sie dient als Reaktionsmöglichkeit für eine hohe Verkehrsbelastung in einem Bereich, der für den Durchgangsverkehr aus­drück­lich gesperrt ist. Hier beson­ders in den ers­ten Wochen der Eröffnung des neuen Möbelhauses in Kaarst.

Die Anwohner der Bereiche „Auf dem Berg/​An der Hecke“ und Morgensternsheide konn­ten sich in vie­len Bereichen annä­hern und for­der­ten Verkehrsmaßnahmen, wel­che die räum­li­che Bewegungsmöglichkeiten nur mini­mal ein­schrän­ken. Eine Dauerregelung Schranke wurde über­wie­gend abgelehnt.

  • Dazu gehö­ren eine beid­sei­ti­gen, deut­li­che Beschilderung, da die Durchfahrt nur Anliegern vor­be­hal­ten ist.
  • Polizeikontrollen zu rele­van­ten Uhrzeiten in den Morgen- und Abendstoßzeiten.
  • Schrankenschließung nur zu erwar­te­ten Spitzenzeiten.

Das Fazit des Abends soll nun die Grundlage für eine Verwaltungsvorlage wer­den. Ende Mai trifft sich der Planungsausschuss. Im Juni ent­schei­det dann der Rat über das wei­tere Vorgehen zum Thema Schranke und Sperrung.

Im Verlauf des Abends sprach ein Anwohner der Morgensternsheide den Herausgeber von Klartext​-NE​.de. Robert Schilken, an. Es sein behin­dert und bemän­gele, dass es keine Bürgersteige in der Ortslage gäbe.

Sie führ­ten durch den Abend: (v.l.) Planungsdezernent Christoph Hölters, Amtsleiter Stadtplanung Christian Unbehaun, Amtsleiter Verkehrsangelegenheiten Franz Kolbecher und Norbert Jurczyk stell­ver­tre­ten­der Leiter Amt für Verkehrsangelegenheiten.

Impressionen vom Abend

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