Rhein-​Kreis Neuss: Zentralküche für die Kreiskrankenhäuser erfolg­reich in Betrieb genommen

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!

Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 20 Cent pro Tag zahlen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, die Berichterstattung ausgeweitet sowie ggf. zusätzliche Redakteure beschäftigt werden.

Sie können Ihre Zuwendung über z. B. "PayPal" oder per Banküberweisung tätigen. Gerne nenne ich Ihnen die Bankverbindung. Bitte fragen Sie nach. Weitere Informationen finden Sie hier.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Die Rhein-​Kreis Neuss Kliniken haben die neue Zentralküche für ihre Krankenhäuser in Dormagen und Grevenbroich erfolg­reich in Betrieb genommen.

Sieben Millionen Euro kos­tete das Projekt am Standort Hackenbroich. „Wir haben hier in die aller­neu­este und aller­beste Qualität inves­tiert“, so Landrat Hans-​Jürgen Petrauschke bei der Eröffnung mit Geschäftsführer Sigurd Rüsken und Küchenchef Hans-​Uwe Schmitz.

Die bis­her bestehen­den Küchen in den bei­den Kreiskrankenhäusern waren schon etli­che Jahrzehnte in Betrieb und sind nun durch eine der moderns­ten Klinik-​Großküchen ersetzt wor­den. Das Gebäude umfasst 1950 Quadratmeter, die Zahl der dort beschäf­tig­ten Mitarbeiter beläuft sich auf rund 60. Sie stel­len bis zu 3000 Mahlzeiten am Tag her, und zwar im soge­nann­ten „Cook and Chill“-Verfahren (zu Deutsch: Kochen und Kühlen).

(von links): Geschäftsführer Sigurd Rüsken, Küchenchef Hans-​Uwe Schmitz und Landrat Hans-​Jürgen Petrauschke. Foto: S. Büntig/​Rhein-​Kreis Neuss

Dabei wer­den die Speisekomponenten auf her­kömm­li­che Weise zube­rei­tet und gegart, dann aber inner­halb von 90 Minuten auf eine Temperatur von unter vier Grad gekühlt. Das Essen kann so bei unun­ter­bro­che­ner Kühlkette bis zu vier Tage ohne Qualitätsverlust gela­gert wer­den und wird erst unmit­tel­bar vor der Ausgabe wie­der auf Verzehrtemperatur erwärmt. „,Cook and Chill‘ hat also nichts mit Aufwärmen zu tun, son­dern ist eine Nährwert erhal­tende und scho­nende Gartechnik, die ein lecke­res, bes­ser aus­se­hen­des und gesun­des Essen garan­tiert“, hieß es bei der Inbetriebnahme der Küche.

Zu den Vorteilen des „Cook and Chill“-Systems zählt unter ande­rem die hygie­ni­sche Sicherheit. Die Vermehrung von patho­ge­nen Keimen sowie die Bildung von Toxinen wird ver­hin­dert, indem der hygie­nisch bedenk­li­che Temperaturbereich beim Absenken ab etwa 40 bis 10 Grad schnell durch­schrit­ten wird. Dies ist vor allem im Krankenhaus von ent­schei­den­der Bedeutung, da das Immunsystem vie­ler Patienten geschwächt ist.

Ein moder­nes Tablett-​Speisen-​Verteilsystem, eine leis­tungs­fä­hige Zentralspüle und Großküchengeräte, die digi­ta­li­siert mit­ein­an­der kom­mu­ni­zie­ren, schlie­ßen den Kreis der Hightech-​Komponenten in der neuen Einrichtung. In der Zentralküche, deren Bau im März 2015 begann, wer­den nicht nur Speisen für die bei­den Kreiskrankenhäuser zube­rei­tet, son­dern auch für externe Kunden wie Kindertagesstätten, Schulen oder Seniorenzentren. Diese benö­ti­gen jetzt einen spe­zi­el­len Gar-​Ofen, der aber auch gelie­hen wer­den kann und wenig Platz braucht. 

(14 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)