Neuss: Abnahme erfolgt – Regelbetrieb läuft – Windräder pro­du­zie­ren Strom

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – Nach mehr­jäh­ri­ger Planung und einem umfang­rei­chen Genehmigungsverfahren sind die bei­den in den ver­gan­ge­nen Monaten errich­te­ten Windenergieanlagen der Stadtwerke Neuss auf einem Feld süd­lich von Neuss-​Hoisten in Betrieb gegangen. 

Die bei­den Windräder sol­len nach erfolg­rei­cher Beendigung des Probebetriebs C02-​freien Strom zur Versorgung von rund 3.100 Haushalten erzeu­gen. „Die Fragen rund um die Machbarkeit hin­sicht­lich der von den Gesellschaftern gewünsch­ten Errichtung von Windrädern in der ins­ge­samt dicht besie­del­ten Stadt Neuss sind von den Stadtwerken Neuss sehr ver­ant­wor­tungs­voll und gründ­lich geprüft worden.

Für die Sorgen und Nöten der Menschen habe ich größ­tes Verständnis. Die Windräder sind der Beitrag der Stadtwerke Neuss zur Umsetzung der Energiewende vor Ort. Nach Expertenmeinung sind damit keine wei­te­ren Standorte für Windkraft in Neuss rea­li­sier­bar. Hätten die Stadtwerke nicht gebaut, dann hät­ten es andere Investoren machen können.

OVG bestä­tigte Genehmigung des Rhein-​Kreises Neuss

Die kon­krete Planung für den Bau der bei­den Windräder süd­lich von Hoisten wurde nach dem Bescheid des Oberverwaltungsgerichts Münster (OVG) im Eilverfahren vom 6.5.2016 for­ciert. Die Richter am OVG hat­ten die bereits Anfang 2015 erteilte Genehmigung des Rhein-​Kreises Neuss voll­um­fäng­lich bestä­tigt und den zwi­schen­zeit­lich vom Verwaltungsgericht Düsseldorf auf­ge­ho­be­nen sofor­ti­gen Vollzug wie­der hergestellt.

In der Aufsichtsratssitzung im Juni ver­gan­ge­nen Jahres haben wir dann eine aktu­elle Wirtschaftlichkeitsrechnung vor­ge­legt. Die Wirtschaftlichkeit ist auch ange­sichts der ver­än­der­ten Bedingungen durch die Anpassung der Vergütungen nach dem Erneuerbare Energien-​Gesetz (EEG) wei­ter­hin gege­ben“, fasst Stephan Lommetz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stadtwerke Neuss, die dama­li­gen Beratungen zusammen.

Bau und Inbetriebnahme inner­halb weni­ger Monate

Die Geschäftsführung hatte nach der Aufsichtsratssitzung im Juni 2016 alle erfor­der­li­chen Schritte zum Bau der 7,2 Millionen Euro teu­ren Windräder ein­ge­lei­tet. „Wir konn­ten nach der end­gül­ti­gen Entscheidung recht schnell in die Umsetzung gehen, weil alle erfor­der­li­chen Schritte vor­be­rei­tet bzw. bereits ver­trag­lich gere­gelt waren. Aufstell- und Kranflächen waren durch Vorverträge gesi­chert. Das galt auch für die Abstandsflächen sowie die nöti­gen Kabeltrassen, die Baustraße und den Netzanschluss. Dieser erfolgt über die Einspeiseanlage Am Steinacker“, erläu­tert Stadtwerke-​Projektleiter Johannes Steinhauer.

Die Windräder haben Nabenhöhen von 108 bzw. 138 Meter Höhe. Hersteller ist der deut­sche Marktführer für Windenergieanlagen, die Firma Enercon aus Aurich. Nach der erfolg­rei­chen Abnahme in der Vorwoche ist die Übertragung der Windräder auf die Stadtwerke Neuss Energie und Wasser GmbH erfolgt. „In unmit­tel­ba­rer Nähe der Windräder wird in Kürze eine Streuobstwiese von 3,5 Hektar Größe als Ausgleichsfläche neu ange­legt“, so Steinhauer wei­ter. Rund 2.100 Volllaststunden mit etwa 6.500 Betriebsstunden pro Jahr und Anlage sol­len einen Bruttoertrag von rund 10 Gigawattstunden jähr­lich erbringen.

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