Meerbusch: Leistungsfähige Verbindungen für rund 18.500 Haushalte in Büderich, Osterath und Lank-Latum

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Robert Schilken, Herausgeber



Meerbusch – Gute Nachricht für alle, die gern ver­läss­lich und schnell im Internet unter­wegs sind: 

Die Telekom baut ihr Netz in Meerbusch mit Hochdruck aus und erhöht das Tempo der Datenübertragung – und zwar in allen drei gro­ßen Stadtteilen. Bis November 2017 sol­len zunächst rund 11.000 Haushalte in den Stadtteilen Büderich und Lank-​Latum schnel­les Internet bekom­men, ab Januar 2018 soll – wenn alles rei­bungs­los ver­läuft – Osterath an die Reihe kommen.

Dazu sind ins­ge­samt 14 Kilometer Tiefbau zu bewäl­ti­gen und 30 Kilometer Glasfaserkabel zu ver­le­gen. Das ist das Ergebnis eines Gesprächs von Bürgermeisterin Angelika Mielke-​Westerlage und Wirtschaftsförderin Heike Reiß mit Telekom-​Regionalmanager Simon Pohlen und Martin Philipp, Leiter Technische Infrastruktur, heute im Rathaus.

Grünes Licht für den Glasfasernetzausbau in Meerbusch: Martin Philipp, Leiter Technische Infrastruktur, Bürgermeisterin Angelika Mielke-​Westerlage und Telekom-​Regionalmanager Simon Pohlen und Martin Philipp. Foto: Stadt Meerbusch/​Dackweiler

Bürgermeisterin Angelika Mielke-​Westerlage freut sich über den Fortschritt. „Die Ansprüche unse­rer Bürgerinnen und Bürger an ihren Internet-​Anschluss stei­gen ste­tig. Bandbreite ist heute bei­nahe so wich­tig wie die Versorgung mit Gas, Wasser und Strom”, so die Verwaltungschefin. „Deshalb ist es gut, dass Meerbusch jetzt vom Ausbau-​Programm der Telekom pro­fi­tiert.” Wirtschaftsförderin Heike Reiß sieht das ähn­lich: „Schnelle Netzverbindungen sind auch für den Wirtschaftsstandort Meerbusch ein wich­ti­ger Faktor. Hier müs­sen wir unse­ren Unternehmen moderne Bedingungen bie­ten. Mit dem Investment der Telekom ist ein wei­te­rer Schritt dahin getan.” Unter ande­ren wird das Gewerbegebiet Bundenrott in Strümp mit einem neuen Verteiler aus­ge­stat­tet, der die Firmen jetzt netz­tech­nisch bes­tens versorgt.

Bis Ende 2018, so der Plan der Telekom, soll auch das übrige Netz im Stadtgebiet kom­plett aus­ge­baut sein. Fakt ist aller­dings, dass die Verkabelung in den bestehen­den Gebäuden – gleich ob Privathaus oder Gewerbebau – bis auf län­gere Sicht noch her­kömm­lich bleibt. „Glasfaserverkabelung im Haus ist bis­lang fast nur in Neubauten üblich”, so Simon Pohlen. Aber auch durch die jetzt anste­hen­den Ausbauschritte sei die Verbesserung von Übertragungsgeschwindigkeit und ‑qua­li­tät schon enorm.

Wie funk­tio­niert der Ausbau tech­nisch? Auf der Strecke zwi­schen der ört­li­chen Vermittlungsstelle und dem Verteiler wird das bestehende Kupferkabel durch Glasfaser ersetzt, was für erheb­lich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten sorgt. Die über­all im Stadtgebiet sicht­ba­ren Verteilerkästen wer­den zu Multifunktionsgehäusen (MFG), quasi zu Mini-​Vermittlungsstellen, umge­baut. Im Kasten wird das Lichtsignal von der Glasfaser in ein elek­tri­sches Signal umge­wan­delt und von dort über das bestehende Kupferkabel zum Anschluss des Kunden über­tra­gen. Um die Kupferleitung schnell zu machen, nutzt die Telekom die so genannte Vectoring-​Methode, die elek­tro­ma­gne­ti­sche Störungen besei­tigt. Dadurch erreicht der Internetnutzer beim Hoch- und Herunterladen höhere Bandbreiten. Simon Pohlen nennt dazu eine ein­fa­che Faustformel: „Je näher der Kunde am MFG wohnt, desto höher ist seine Geschwindigkeit.” Fakt ist, das die über­all im Stadtgebiet ste­hen­den Verteilerkästen durch die neue Technik höher und brei­ter wer­den. Die Standorte prüft die Stadtverwaltung gerade gemein­sam mit der Telekom. Kästen, die zum Umbau anste­hen, wird die Telekom zunächst mit Hussen über­zie­hen, auf denen eine Kurz-​Info zum Ausbau und eine Info-​Nummer abge­druckt sind.

Bevor der Netzausbau begin­nen kann, wer­den Telekom und Stadtverwaltung klä­ren, wo bereits nutz­bare Leerrohre im Erdreich lie­gen, damit unnö­tig auf­wän­dige Tiefbauarbeiten ver­mie­den wer­den. Sobald die Arbeiten begin­nen, will die Telekom auf ihrer Internetseite die Ausbaupläne „stra­ßen­scharf” für die Bürgerinnen und Bürger einstellen.

Den letz­ten grö­ße­ren Netzausbau hatte die Stadt 2012 mit finan­zi­el­len Mitteln aus dem Konjunkturpaket II in den Rheingemeinden rea­li­sie­ren können.

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