Dormagen: Trauer um den ehe­ma­li­gen Bürgermeister Jürgen Alef

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Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen – Zu sei­nem 75. Geburtstag im Februar durfte er von vie­len Weggefährten und Freunden noch ein­mal hohe Anerkennung erfahren: 

Am gest­ri­gen Montag ist Dormagens ehe­ma­li­ger Bürgermeister Jürgen Alef nach lan­ger Krankheit, gegen die er sich immer wie­der stemmte, ver­stor­ben. „Wir ver­lie­ren mit ihm eine Persönlichkeit, die unsere Stadt über Jahrzehnte hin­weg geprägt hat“, so reagierte Bürgermeister Erik Lierenfeld auf die trau­rige Nachricht. „Unser Mitgefühl gilt sei­nen bei­den Kindern und der gan­zen Familie.“

Geboren in Berlin und auf­ge­wach­sen in Gelsenkirchen, kam Jürgen Alef 1967 nach sei­nem Studium der Volkswirtschaft und der Politischen Wissenschaft nach Dormagen. Er arbei­tete bei der Erdölchemie, wo er bald Leiter der sta­tis­ti­schen Abteilung wurde. Eine neue Heimat fand er mit sei­ner Familie in Horrem. Diesem Stadtteil blieb er bis zum Schluss verbunden.

Als Sozialdemokrat wurde Jürgen Alef 1969, kurz nach der ers­ten Stadtwerdung Dormagens, in den Stadtrat gewählt. Neun Jahre war er hier Fraktionsvorsitzender. Von 1979 bis 1987 lenkte er dann als ehren­amt­li­cher Bürgermeister die Geschicke Dormagens. Seiner sozia­len Überzeugung ent­sprach es, dass er sich in die­ser Zeit unter ande­rem für den Ausbau der Kinder- und Jugendförderung und den Kampf gegen die Wohnungsnot ein­setzte. „Das offene Gespräch mit den Bürgern – zum Beispiel bei dem von ihm ein­ge­führ­ten Neujahrsempfang – und die Pflege des geschicht­li­chen Erbes lagen ihm ebenso am Herzen“, so Bürgermeister Lierenfeld.

1987 wurde Jürgen Alef Kämmerer und Erster Beigeordneter der Stadt Dormagen. Bis zu sei­ner Pensionierung 2003 trug er die Verantwortung für den städ­ti­schen Haushalt. Darüber hin­aus über­nahm er ein brei­tes Aufgabenspektrum, das vom Jugend- und Sozialbereich bis hin zu Kultur und Sport reichte. Nahezu unstill­bar war auch im pri­va­ten Bereich sein Wissensdurst, der sich in sei­ner Sammelleidenschaft und dem Lesen unzäh­li­ger Bücher ausdrückte.

Die Stadt Dormagen ist ihm und sei­ner Familie zu blei­ben­dem Dank ver­pflich­tet. Wir wer­den ihn ver­mis­sen“, so der Bürgermeister. Während der Beisetzung am kom­men­den Mittwoch wer­den die städ­ti­schen Fahnen auf Halbmast hängen.

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