Neuss: Stadtbad soll erhal­ten wer­den – Südbad mit Strand am Reuschenberger See

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Neuss – Am heu­ti­gen Mittwoch, den 08.03.2017, hat­ten Bürgermeister und Bäder und Eissporthalle GmbH (NBE) zu einer Pressekonferenz ein­ge­la­den. Inhaltlich betraf diese die „Bäderentwicklung in Neuss”. 

Zugegen waren Bürgermeister Reiner Breuer, NBE Aufsichtsratsvorsitzende Rolf Knipprath sowie Pressesprecher Michael Kloppenburg. Das Stadtbad erhal­ten und umfang­reich sanie­ren, im Südbad die not­wen­di­gen Sanierungsmaßnahmen durch­füh­ren und die Nutzung des Reuschenberger Sees als Badesee zur Erweiterung des Freibadangebotes im Südpark; das ist die Empfehlung der Verwaltung an den Stadtrat zur Bäderentwicklung in Neuss.

Für die zukünf­tige Entwicklung der Neusser Bäderlandschaft wurde in den ver­gan­ge­nen Monaten im Auftrag der Neusser Bäder und Eissporthalle GmbH (NBE) durch das Büro Schmale Architekten und die Deutsche Sportstättenbetriebs- und Planungsgesellschaft mbH & Co​.KG (DSBG) eine Machbarkeitsstudie sowie eine Wirtschaftlichkeitsprognose erstellt. Nach der Übernahme der Bäder durch die Neusser Bäder und Eisporthalle GmbH im Jahr 2004 wur­den neben dem Kaufpreis rund 400.000 Euro in das Stadtbad und circa 83.000 Euro in das Südbad für lau­fende Instandhaltung und Sanierungsmaßnahmen inves­tiert. In den nächs­ten Jahren wird der jähr­li­che Sanierungsaufwand kon­ti­nu­ier­lich anstei­gen. Ohne eine umfang­rei­che Sanierung ist die Betriebsfähigkeit des Stadtbades nach dem Jahr 2020 gefährdet.

Daher wur­den ver­schie­dene Szenarien erar­bei­tet und geprüft. Diese beinhal­te­ten sowohl eine Schließung des Stadtbades, wie auch eine umfang­rei­che Sanierung am Standort oder ein kom­plett neu zu errich­ten­des Hallenbad. Darüber hin­aus wäre ein wei­te­res Szenario die Sanierung des Südbades mit oder ohne den Bau einer Halle mit Cabriodach über einem 50 Meter Freibadbecken. Favorisiert wurde jedoch die Sanierungen im Stadt- und Südbad.

Im Vorfeld wur­den Gespräche mit den betrof­fe­nen Schulen und Vereinen geführt und die­sen die Überlegungen vor­ge­stellt. Insbesondere die Schulen bevor­zu­gen aus orga­ni­sa­to­ri­schen Gründen den Erhalt des Stadtbades. Die Sportvereine beton­ten die Notwendigkeit einer Schwimmsporthalle mit einer 50-​Meter-​Bahn, ste­hen einer Standortverlagerung aber offen gegen­über. Daraus lei­tet sich die Empfehlung für das wei­tere Verfahren ab. Diese beinhal­tet eine umfang­rei­che Sanierung des Stadtbades für geschätzte 10,5 Millionen Euro.

Denkbar wäre auch, wenn tech­nisch mög­lich, eine Aufstockung des Stadtbades mit preis­güns­ti­gem Wohnraum, so der Bürgermeister und nannte es „Wohnen am Stadtbad”. Die Umbau-​/​Erneuerungsarbeiten las­sen sich nicht ohne vor­über­ge­hende Schließung rea­li­sie­ren. Als Wunschtermin für die Wiedereröffnung wurde von NBE Aufsichtsratsvorsitzendem Rolf Knipprath das Jahr 2020 genannt.

Weiter die drin­gend not­wen­di­gen Sanierungsmaßnahmen an den bei­den Freibadbecken sowie an Umkleiden und Dach der Schwimmhalle im Südbad. Hier ent­ste­hen vor­aus­sicht­lich Kosten in Höhe von etwa 3,5 Millionen Euro. Ergänzend dazu schlägt die Verwaltung vor, Teile des Reuschenberger Sees an das Südbad anzu­schlie­ßen und als Badesee zu nut­zen, sofern dies pla­nungs­recht­lich mög­lich ist.

So könnte es aus­se­hen. Karte: OpenStreetMap/​Grafik: Klartext​-NE​.de

Mit einem flach abfal­len­den Uferbereich, einer maxi­ma­len Wassertiefe von 3 Metern und san­di­gem Untergrund bie­tet sich eine Nutzung an. Um Spaziergängern die Umrundung des Sees wei­ter­hin zu gewähr­leis­ten, kam eine Brücke zur Sprache.

Die Vorschläge wer­den nun­mehr von den poli­ti­schen Gremien zu behan­deln sein.

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