Neuss: Förderverein Kinder- und Jugendhilfe Neuss e.V. zu Gast beim Bürgermeister

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!

Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 5,- Euro monatlich zahlen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, der Fortbestand gesichert sowie Werbebanner reduziert werden.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber

Weitere Infos hier oder hier:


Lokale Nachrichten aus und für den Rhein-Kreis Neuss
Ihre Unterstützung sichert den Fortbestand unabhängiger Lokalnachrichten von Klartext-Ne.de
€20,00
€50,00
€100,00
Powered by

Neuss – Etwas undurchsichtiges klären oder kompliziertes vereinfachen, das sind die Ziele der Aktion "Was macht eigentlich ... ?" des Förderverein Kinder- und Jugendhilfe Neuss e.V.. Am gestrigen Mittwoch, den 01. März 2017, hatte der Verein zu seiner Auftaktveranstaltung eingeladen:

Zu Besuch beim Neusser Bürgermeister Reiner Breuer im Rathaus. Offensichtlich ein lohnenswertes Thema, denn bei den Teilnehmern waren nicht nur Jugendliche vertreten.

Der Bürgermeister nahm sich viel Zeit für seine Gäste. Im Ratssaal sammelte sich die Gruppe zu ersten Gesprächen. Die Veranstalter, Patrick Lambertz, Philipp Verreet und Benjamin Beyer (alle vom Förderverein Kinder- und Jugendhilfe Neuss e.V.), sprachen ihrem Gastgeber Dank für seine Teilnahme aus.

Reiner Breuer referierte etwas zu den Strukturen im Rathaus, den unterschiedlichen Dezernaten und deren Aufgaben sowie wie es sich anfühlt Chef von ca. 1.400 Mitarbeitern zu sein. "Ich bin im Konzern Stadt Neuss der Repräsentant aller Bürger" und "Trotz einer hohen Arbeitsbelastung empfinde ich in meinem Amt noch immer Freude an der Tätigkeit" äußerte es sich.

Gerne sähe er noch mehr weibliche Beschäftigte in der Verwaltung. Die Ausbildungsplätze, in der Verwaltung, stiegen inzwischen auf 23 an. "Wenn immer mehr Mitarbeiter in den verdienten Ruhestand eintreten, müssen wir jetzt in die Zukunft investieren. Wie sähe es sonst in 20 Jahren aus?" so Breuer.

Als Stadtverwaltung erhält diese ihre Vorgaben und Ziele von der Politik. Diese wird von den vom Bürger gewählten Mitgliedern des Stadtrates repräsentiert. Es befinden sich sieben politische Gruppen (Fraktionen), mit 58 Mitgliedern, im Stadtrat. Da es gegenwärtig keine klaren Mehrheiten gibt, merkte der Bürgermeister folgendes an: "Die Themen suchen sich Mehrheiten" und "Überwiegend werden Beschlüsse im Rat einstimmig gefällt. Zumindest in 95% der Fälle. Bei den restlichen 5% kann es auch einmal hoch hergehen. Daher empfehle ich unbedingt, und nicht nur aus dem letztgenannten Grund, einen Besuch von Ratssitzungen."

Es folgte eine kurze Führung im Rathaus, mit einigen Hinweise zu den Partnerstädten. Ziel des Rundgangs war das Arbeitszimmer des Bürgermeisters. Hier und im angrenzenden Konferenzraum stellen im halbjährlichen Wechsel Künstler ihre Werke aus.

Am Konferenztisch stellte sich der Bürgermeister den Fragen seiner Gäste. Wie kam er in die Politik, elektronische Stadtverwaltung, ein Rathaus Café oder Ratskeller und ob es sich schon vor seiner Wahl Hoffnung auf das Amt gemacht hatte waren nur einige angefragten Themenbereiche.

Eine ausländische Mitbürgerin fragte konkret nach den Möglichkeiten einer politischen Beteiligung. Da Sie jedoch kein Wahlrecht hat, benannte Reiner Breuer den Integrationsrat und Aktivitäten in politischen Parteien als erste Möglichkeiten.

Ein Besucher fragte nach seiner "schönsten Aufgabe". Bürgermeister Reiner Breuer musste kurz überlegen und benannte zwei Tätigkeiten:

  1. Ich darf inzwischen Paare trauen.
  2. Ich darf als Letzter das Licht im Rathaus löschen.

Eine sehr gelungene Auftaktveranstaltung zum Thema "Was macht eigentlich ... ?".

(55 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)