Rhein-​Kreis Neuss: Immer mehr Väter bekom­men Elterngeld

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Rhein-​Kreis Neuss – Die Elterngeldstelle des Rhein-​Kreises Neuss hatte im letz­ten Jahr mehr zu tun als bisher:

Seitdem es seit Juli 2015 neben dem her­kömm­li­chen Elterngeld auch das Elterngeld Plus gibt, kamen mehr junge Eltern zur Beratung als in den Vorjahren. So stell­ten 2016 ins­ge­samt 5 239 Eltern einen Antrag – 305 mehr als im Jahr 2015. Insgesamt 4 872 Personen erhiel­ten Elterngeld; das waren 873 mehr als 2015.

Klaus Teichert, Leiter der Elterngeldstelle im Familienbüro des Rhein-​Kreises Neuss, weist dar­auf hin, dass Familien für alle Kinder, die nach dem 1. Juli 2015 gebo­ren sind, Elterngeld Plus bean­tra­gen kön­nen. „Das lohnt sich für alle Mütter und Väter, die Elternzeit und Teilzeitarbeit kom­bi­nie­ren wol­len“, so Teichert. Er stellt fest, dass immer mehr Väter Elterngeld in Anspruch neh­men: 1 147 waren es im letz­ten Jahr und damit 23,5 Prozent der Väter im Rhein-​Kreis Neuss, wäh­rend diese Quote 2015 noch bei 21,6 Prozent lag.

Besonders stark stieg die Zahl der Väter, die Elterngeld erhiel­ten, in Grevenbroich (von 112 auf 166), Korschenbroich (von 79 auf 116) und Rommerskirchen (von 35 auf 47). Insgesamt wur­den 2016 im Rhein-​Kreis Neuss rund 32,2 Millionen Euro Elterngeld aus­ge­zahlt. Durchschnittlich erhiel­ten die Empfänger im ver­gan­ge­nen Jahr monat­lich 674 Euro.

Knapp 21 Tage müs­sen Eltern auf die Bearbeitung ihrer Anträge war­ten. Demgegenüber lag der Landesdurchschnitt der Bearbeitungszeit bei rund 33 Kalendertagen. Kreisjugendamtsleiterin Marion Klein freut sich über die rela­tiv kur­zen Bearbeitungszeiten: „Durch die gute Internetpräsentation ist das Verfahren ser­vice­ori­en­tiert und kun­den­freund­lich”, stellt sie fest. So erhal­ten Eltern auf der Internetseite des Rhein-​Kreises Neuss nicht nur alle erfor­der­li­chen Informationen und Unterlagen; sie kön­nen ihren Antrag auch bequem zuhause ausfüllen.

Elterngeld ist eine Entgeltersatzleistung, die ein ent­gan­ge­nes Einkommen zu 65 bezie­hungs­weise 67 Prozent erset­zen soll. Es beträgt min­des­tens 300 Euro und höchs­tens 1 800 Euro. Einen Anspruch auf diese Form von staat­li­cher Unterstützung haben bis zu 14 Monate lang Mütter und Väter, die ihr Kind nach der Geburt unter ande­rem selbst betreuen und erzie­hen und nicht mehr als 30 Stunden pro Woche erwerbs­tä­tig sind.

Beantragt wird das Elterngeld schrift­lich bei der Elterngeldstelle. Jeder Elternteil kann für sich einen Antrag stel­len. Rückwirkend wer­den Zahlungen nur für die letz­ten drei Monate vor Beginn des Monats geleis­tet, in dem das aus­ge­füllte Formular bei der Elterngeldstelle ein­ge­gan­gen ist.

Mehr Informationen gibt es auf der Internetseite des Kreises unter www​.rhein​-kreis​-neuss​.de/​e​l​t​e​r​n​g​eld sowie bei der Elterngeldstelle an der Königstraße 32–34 in Neuss, Tel. 02131/​928‑5161 bis ‑5164 und ‑5167 bis ‑5169 und E‑Mail elterngeld@rhein-kreis-neuss.de.

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