Neuss: SPD will wirt­schaft­li­che Stärke erhal­ten – „Flächenpotentiale für Gewerbe offenlegen“

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Neuss – „Ehemalige Industrie- und Gewerbegebiete wer­den zuneh­mend für Wohnraum erschlossen. 

Das ist gut für den Wohnungsmarkt, weil wir in Neuss viel zu wenig bezahl­ba­ren Wohnungen haben, hemmt aber die wirt­schaft­li­chen Entwicklungsmöglichkeiten der Stadt Neuss“, erklärt SPD-​Fraktionsvorsitzender Arno Jansen.

Als Beispiele für die­sen Prozess nennt er das ehe­ma­lige Pierburg-​Gelände oder das Whitesell-​Areal. Ebenso geht am Standort Berghäuschens Weg (Eternit-​Gelände) die Entwicklung in Richtung „Wohnraum“. Dieser Wegfall an Gewerbeflächen kann aber kaum noch durch andere Flächen, die der Wertschöpfung die­nen, kom­pen­siert werden.

Die SPD-​Fraktion plä­diert des­halb dafür, die wirt­schaft­li­che Kraft der Stadt Neuss zu bewah­ren und will die Verwaltung beauf­tra­gen, eine Flächenpotentialanalyse für Gewerbe- und Industriegebiete vorzulegen.

Hierbei sol­len vor­han­dene Flächen und Gebiete betrach­tet und mit ihrem Ausnutzungsgrad auf­ge­führt wer­den. Darüberhinaus soll die Verwaltung dar­le­gen, wel­che neuen Flächen für Industrie und Gewerbe poten­ti­ell mög­lich sind.

Nach Einschätzung der SPD liegt das letzte Gewerbeflächengutachten gut zehn Jahre zurück, daher sei es Zeit für eine Überarbeitung und Aktualisierung.

Wir wol­len auch die Gebiete auf­ge­führt haben, die nach der­zei­ti­gem Stand nur geringe Entwicklungspotentiale bie­ten, damit wir den Gesamtüberblick bekom­men. Flächen und Gebiete aus­schlie­ßen oder zurück­stel­len, etwa aus recht­li­chen oder tat­säch­li­chen Gründen, kann man dann immer noch“, so Jansen. „Die erste Gesamtschau muss ohne Denkverbote erfol­gen“, betont er.

Sollten in naher Zukunft keine aus­rei­chen­den Flächen für Wirtschaft und Arbeit ent­wi­ckelt wer­den, befürch­tet die SPD in der „wach­sen­den Stadt Neuss“ mit­tel­fris­tig Probleme auf dem Arbeitsmarkt und bei den Gewerbesteuereinnahmen.

„Neuss ist stark durch seine Wirtschaftskraft. Diese müs­sen wir erhal­ten und stüt­zen, damit Arbeit und Wohnen in Neuss wei­ter­hin Hand in Hand gehen. Dafür brau­chen wir bezahl­ba­ren Wohnraum ebenso wie freie Flächen für die Ansiedlung neuer Unternehmen“, betont der SPD-Fraktionsvorsitzende.

Dass diese Diskussion in der Mittelstandsvereinigung der CDU läuft und auch die Verwaltung bereits erste Planungen vor­ge­nom­men hat, bestärkt Jansen in sei­ner Auffassung, dass hier „Handlungsbedarf“ herrscht. „Der Rat muss sich dem Thema stel­len und der Verwaltung mit­tei­len, in wel­che Richtung die Planung und Analyse erfol­gen soll.“

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