Neuss: Gestiegene Einsatzzahlen nach dem Kappessonntagszug

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – Während des Kappessonntags-​Zuges hiel­ten sich die Einsätze der Hilfsorganisationen in der Neusser Innenstadt in Grenzen.

Erst nach Ende des när­ri­schen Lindwurms stie­gen sie, wie auch in den ver­gan­ge­nen Jahren schon beob­ach­tet, in die Höhe, so dass zeit­weise etwas mehr als die Hälfte der Fahrzeuge gleich­zei­tig im Einsatz war.

Karnevalistisch bedingt war eine Vielzahl von chir­ur­gi­schen Verletzungen, bei Sprüngen, und Stürzen. Ein Kind fiel von der Schulter des Vaters und ver­letzte sich. Bei einer älte­ren Dame wickelte sich eine Plastiktüte um die Füße, so dass sie stürzte.

In eini­gen weni­gen Fällen stan­den inter­nis­ti­sche Ursachen im Vordergrund. Hielten sich alko­hol­be­dingte Einsätze grund­sätz­lich zunächst im Rahmen, war vor allem nach dem Umzug ein ver­mehr­ter Alkoholmissbrauch auch bei Minderjährigen festzustellen.

Vor allem diese waren es auch, für die Passanten Hilfe her­bei­rie­fen, die dann aber von den Betroffenen abge­lehnt wurde oder wegen einer feh­len­den Verletzung aber star­kem Alkoholmissbrauch nicht im Krankenwagen son­dern in Polizeigewahrsam endeten.

Einige der trans­por­tier­ten Patienten wur­den zunächst im Behandlungszelt am Freithof oder den mobi­len Unfallhilfs-​Stellen von den Einsatzkräften der Hilfsorganisationen vor­ver­sorgt. Bis 19:00 Uhr waren in die­sem Jahr 30 Einsätze mit Rettungsdienstfahrzeugen zu ver­zeich­nen und damit neun mehr als im Vorjahr. Dreimal davon war der Notarzt im Einsatz.

Insgesamt waren über ein­hun­dert Einsatzkräfte von Johannitern, Maltesern, Rotem Kreuz sowie Notfallseelsorge im Einsatz, nach 20 Uhr blei­ben zwei Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug wei­ter­hin im Bereich der Innenstadt ein­satz­be­reit und unter­stüt­zen damit den Regelrettungsdienst.

Die Gesamtleitung über das Personal hat­ten Stephanie Roschmann von den Johannitern, Björn Himmel vom Deutschen Roten Kreuz und Tim Gladis von den Maltesern.

Als Dank für den ehren­amt­li­chen Einsatz hat der Karnevalsausschuss in die­sem Jahr drei Sessionsorden über­reicht. Diese wur­den dank­bar und stell­ver­tre­tend für die betei­lig­ten Ehrenamtler der Hilfsorganisationen ent­ge­gen genom­men von Markus Lepper von den Maltesern, Lars Schlemper vom Deutschen Roten Kreuz sowie Sarah Noffke von den Johannitern.

Einen klei­nen Wermutstropfen muss­ten die Johanniter hin­neh­men, bei einer Rangelei zwi­schen zwei alko­ho­li­sier­ten Jugendlichen stieß einer so gegen die Rücklichtbeleuchtung, dass die Abdeckung zu Bruch ging. Nach einer kur­zen Verfolgungsjagd konnte der Verursacher der Polizei über­ge­ben wer­den, der ver­sprach den Schaden zu erset­zen. Fotos(3): Dieter Guderley

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