Betrüger rufen mit 110 an – Die Masche mit der Notrufnummer

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss (ots) – NUR Betrüger nut­zen die Notrufnummer 110 als Anruferkennung, die „echte” Polizei nie­mals! Die Masche ist inzwi­schen auch nicht mehr neu aber immer noch sehr verbreitet: 

Das Telefon klin­gelt und im Display steht „110” (even­tu­ell auch mit orts­üb­li­cher Vorwahl, zum Beispiel: 02131110). Der Anrufer stellt sich auch prompt als Polizei- bezie­hungs­weise Kripobeamter vor. Der fal­sche Beamte ver­sucht im Folgenden anhand einer frei erfun­de­nen Geschichte, Informationen über die Vermögensverhältnisse oder Bankdaten sei­nes Opfers zu gewinnen.

Derzeit sind der Polizei im Rhein-​Kreis Neuss meh­rere aktu­elle Fälle bekannt, die zum Glück fast alle im Versuch ste­cken blie­ben, weil die Angerufenen Verdacht schöpf­ten und keine per­sön­li­chen Daten preis­ga­ben. Wie gehen die Betrüger vor?

Sie erzäh­len zum Beispiel, dass Einbrecher fest­ge­nom­men wur­den, die einen Zettel mit der Anschrift des Opfers dabei gehabt hät­ten. Um einem mög­li­chen Diebstahl vor­zu­beu­gen, bestünde die Möglichkeit, Wertsachen und Bargeld in amt­li­che Verwahrung zu geben.

Aber Achtung! Wer eine Übergabe ver­ein­bart, geht Betrügern auf den Leim und sieht sein Hab und Gut meist nie wieder.

Eine andere Masche ist es, das Opfer zu einer Geldanweisung zu ver­an­las­sen, oder die Kontodaten zu erfra­gen, um ein angeb­li­ches Strafverfahren abzuwenden.

Der Einfallsreichtum der Betrüger ist schier uner­schöpf­lich. Aus die­sem Grund gilt immer:
Die Polizei ruft nicht mit der Anruferkennung „110” an und stellt auch keine Geldforderungen oder erfragt Bankdaten am Telefon!

Die Täter nut­zen eine Computersoftware, die im Display der Angerufenen die 110 erschei­nen lässt. Mit dem soge­nann­ten Call ID-​Spoofing kann jede belie­bige Nummer am Telefon des Opfers ange­zeigt wer­den und so eine fal­sche Identität vortäuschen.

Was tun im kon­kre­ten Fall?
Keine per­sön­li­chen Daten gegen­über dem Anrufer preis­ge­ben. Das Telefonat been­den. Selber den Notruf 110 wäh­len (so kön­nen Sie sicher sein, die „echte” Polizei am Draht zu haben) und den Sachverhalt schildern.

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