Kaarst: Bewegungs‑, Sport und Talentförderung – Gemeinschaftsgrundschule Stakerseite wird „Pilotschule“

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Kaarst – In der Sitzung des Sportausschusses der Stadt Kaarst am 27.04.2016 stellte Herr Andreas Warnt, Diplomsportlehrer und Geschäftsstellenleiter des Sportvereins SG Kaarst 1912/​35 e.V ein Konzept für eine Bewegungs‑, Sport- und Talentförderung vor. 

Ziel die­ses an dem sog. Düsseldorfer Modell ange­lehn­ten Konzeptes ist es, den aktu­el­len Stand der sport­mo­to­ri­schen Leistungsfähigkeit der Kinder zu erfas­sen, zu bewer­ten und mög­li­che Fördermaßnahmen dar­aus abzuleiten.

Durch die objek­tive Einschätzung der Fähigkeiten kann eine indi­vi­du­elle Empfehlung und Förderung erfol­gen. Die Gemeinschaftsgrundschule Stakerseite hat sich bereit erklärt, als „Pilotschule“ für das Projekt zu fungieren.

Sportausschussvorsitzender Guido Otterbein, SG Kaarst Vorsitzender Heinz Wieland, Andreas Warnt, Schulleiter Josef Oppermann und Sportdezernent Dr. Sebastian Semmler sowie Schüler sind schon gespannt auf die erst­ma­lige Durchführung des Bewegungsprojekts an einer Kaarster Grundschule. Foto: Stadt

Schulleiter Josef Oppermann freute sich, jetzt den Testkoffer, gefüllt mit vie­len gro­ßen wie klei­nen not­wen­di­gen Utensilien für die Durchführung des Projektes – vom Haargummi über die Notizkladde, Klebebänder, Hütchen, Zollstock, Medizinball, Gummibälle, Ballpumpe, Leibchen, Tischklingel bis hin zur Körperwaage – ent­ge­gen neh­men zu können.

Das Bewegungsprojekt soll in Zusammenarbeit mit dem in die­sem Bereich erfah­re­nen Herrn Andreas Warnt und wei­te­ren bis zu 10 haupt­amt­li­chen Übungsleitern des Vereins erst­mals am 4. April mit den ins­ge­samt 87 Schülerinnen und Schülern der 2. Klassen durch­ge­führt wer­den. Warnt und Oppermann sind sich einig: „Bei die­sem Pilotprojekt geht es nicht um Talentsichtung, viel­mehr soll der Fokus auf eine Bewegungsförderung für sol­che Kinder gelegt wer­den, bei denen der Test mög­li­cher­wiese eine unter­durch­schnitt­li­che Leistungsfähigkeit erge­ben wird.“ „Bei den Zweitklässlern haben wir dann noch genü­gend Zeit, mög­li­che Defizite abzu­bauen“, ergänzt Oppermann. In Frage kom­men könn­ten hier gezielte Angebote im Rahmen der OGS oder der loka­len Sportvereine. Warnt weist auch dar­auf hin, dass es ent­spre­chende Angebot der Krankenkassen gibt.

Heute wird es immer schwie­ri­ger, Kinder zur Bewegung zu moti­vie­ren. Sie spie­len immer weni­ger drau­ßen, da ist das Angebot von Schule und Vereinen umso wich­ti­ger“, kön­nen auch Sportdezernent Dr. Sebastian Semmler und Sportausschussvorsitzender Guido Otterbein bestätigen.

Der 4. April wird sicher­lich ein auf­re­gen­der Tag für die Kinder wer­den: Zuerst wird der BMI jedes ein­zel­nen fest­ge­stellt, danach erfolgt die Durchführung des Projektes mit 11 Testsegmenten. Da gilt es einen 10 Meter Sprint aber auch einen 6 Minuten-​Lauf zu absol­vie­ren, da wer­den Fähigkeiten im Ballwurf, bei der Rumpftiefbeuge und beim Standweitsprung getes­tet. Ausdauer, Koordination und Beweglichkeit wer­den so sichtbar.

Schule wie Eltern, deren Einverständnis selbst­ver­ständ­lich vor der Durchführung des Projektes ein­ge­holt wurde, erhal­ten dann das Testergebnis. Je nach­dem, wie das Kind abge­schnit­ten hat, lachen die­sen dann mehr oder wenige Smileys vom Papier entgegen.

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