Korschenbroich: Sitzung des Ausschusses für Bau und Verkehr vom 16. Februar

Korschenbroich – Fußgängerbrücke über die L31n: Behindertengerechten Umbau prüfen - Ob und unter welchen Bedingungen ein behindertengerechter Umbau der Fußgängerbrücke über die L 31n  möglich ist.

Diese befindet sich zwischen der Straße Gilleshütte und dem Baugebiet Korschenbroich-West. Einen entsprechenden Auftrag, an die Verwaltung, haben die Mitglieder des Ausschusses für Bau und Verkehr in ihrer Sitzung am 16. Februar einstimmig erteilt. Hierfür werden rund 10.000 Euro für die Vermessung und die fachliche Begutachtung der Brücke benötigt. Bis zur nächsten Ausschusssitzung am 4. Juli sollen das Ergebnis und eine Kostenschätzung vorliegen.

Der Behindertenbeauftragte der Stadt, Berthold Tumbrink, hatte in einer Stellungnahme zum Entwurf des Bebauungsplanes „An der Niers-Aue“ angezweifelt, dass die Brücke den Ansprüchen von Menschen genügt, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Der Technische Beigeordnete Georg Onkelbach argumentierte, die Stadt solle sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, dieses wichtige Thema zu verfolgen und abzuklären, ob ein Brücken-Umbau langfristig helfen könne, das neue Baugebiet besser anzubinden.

Vorentwürfe für Kita-Anbauten vorgestellt

Drei Vorentwürfe für Anbauten an bestehende Kindertageseinrichtungen an der Pestalozzistraße und an der Josef-Thory-Straße in Kleinenbroich sowie an der Schaffenbergstraße in Herrenshoff waren jetzt Gegenstand der Beratungen im Ausschuss. Die Mitglieder beauftragten die Verwaltung in allen drei Fällen einstimmig, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen.

In der Kita Pestalozzistraße soll auf einer Bruttogrundfläche von rund 140 Quadratmetern eine weitere Gruppe für Kinder über und unter drei Jahren (Ü3/U3) entstehen, so dass die Einrichtung künftig drei Gruppen betreut. Der eingeschossige Anbau soll in Modulweise mit einer kombinierten Holz-Putz-Fassade und Flachdach realisiert werden. Darin befinden sich künftig ein Gruppenraum mit Nebenraum, ein Sanitärbereich, ein Ruhe- und Schlafraum, ein Materialraum und weitere Flächen für Flure und Technik. Das Außengelände muss wegen des Anbaus erweitert werden. Hierzu soll ein Teil des Grundstücks von einem benachbarten städtischen Wohnhaus genutzt werden.

Die Kosten für die gesamte Maßnahme sollen geschätzt 400.000 Euro betragen. Nach einer öffentlichen Ausschreibung soll Ende März der Auftrag vergeben werden. Geplant ist der Bau-Beginn Anfang Juni. Die Übergabe an die Nutzer könnte dann Anfang August erfolgen.

Die Kita Schaffenbergstraße soll einen zweigeschossigen Anbau in Modulbauweise mit einer kombinierten Holz-Putz-Fassade und Flachdach erhalten. Dieser soll auf der Fläche des bisher angemieteten Containers entstehen, in dem zurzeit eine Gruppe untergebracht ist. Der Container und die damit verbundenen Mietkosten von rund 22.500 Euro pro Jahr entfallen künftig. In dem Neubau werden dann zwei Gruppen, davon eine neue für Ü3-Kinder, untergebracht, so dass in der gesamten Einrichtung zum neuen Kindergarten-Jahr sechs Gruppen betreut werden können.

Das Raumprogramm sieht im Erdgeschoss und im 1. Obergeschoss jeweils einen Gruppenraum mit Nebenraum, Sanitärbereiche, je einen Materialraum und sonstige Flächen für Garderoben, Flur, Technik und Treppe vor. Die Bruttogrundfläche des Anbaus liegt bei rund 280 Quadratmetern. Im Ausschuss diskutiert wurde der Einbau eines Aufzuges, der aus Sicht der Verwaltung nicht erforderlich ist und einen „unverhältnismäßigen Mehraufwand“ bedeute. Die Kostenschätzung – ohne Aufzug – geht von rund 500.000 Euro für das gesamte Projekt aus.

Der Zeitplan sieht auch hier Ende März die Auftragsvergabe nach der öffentlichen Ausschreibung vor. Anfang Juni könnten die Bauarbeiten beginnen und voraussichtlich Ende Juli die Übergabe erfolgen.

In den beiden Kindertageseinrichtungen sind bereits Veranstaltungen für die Eltern geplant, in denen über die geplanten Erweiterungen informiert wird.

Die Erweiterung der Kita Josef-Thory-Straße soll Platz für eine weitere Gruppe für U3- und Ü3-Kinder bieten, so dass in der Einrichtung künftig fünf Gruppen betreut werden können. Der eingeschossige Anbau in Holzrahmen-Bauweise mit einer Holz-Fassade und Flachdach soll auf einer Bruttogrundfläche von rund 260 Quadratmetern folgende Räume enthalten: einen Gruppenraum mit Nebenraum, zwei gruppenbezogene Schlaf- und Ruheräume, einen Sanitärbereich mit Behinderten-WC und ein separates behindertengerechtes WC, Materialräume, einen Personal- und einen Hauswirtschaftsraum sowie sonstige Flächen (Garderobe, Flur, Technik, Treppe). Die Raumplanung trägt bereits der Tatsache Rechnung, dass durch die notwendige direkte Anbindung an das bestehende Gebäude ein vorhandener Material- sowie ein Schlafraum entfallen und im Anbau neu erstellt werden müssen.

Darüber hinaus sollen im Rahmen der Baumaßnahme ein weiterer Zugang zur Kita über die Eifelstraße und zusätzliche Parkplätze angelegt werden.

Die gesamten Kosten betragen geschätzt rund 800.000 Euro. Die Auftragsvergabe ist – nach öffentlicher Ausschreibung – für Ende Juni vorgesehen. Der Baubeginn ist Anfang September geplant, die Übergabe kann dann voraussichtlich im Juni 2018 erfolgen.

Vorentwurf für neues Übergangswohnheim in Glehn präsentiert

In Glehn soll an der Schanzer Weide ein neues Übergangswohnheim entstehen. Einstimmig haben die Ausschussmitglieder die Verwaltung beauftragt, die hierfür notwendigen Schritte zu unternehmen.

Das zweigeschossige Gebäude, das schlüsselfertig erstellt werden soll, kann Platz für rund 50 Personen bieten. Angedacht ist die Ausführung mit einem flach geneigten Satteldach und Trapezblech-Eindeckung, für die Fassade soll eine Holzkonstruktion vorgesehen werden. Aus Kostengründen könnte alternativ auch eine Ausführung in Anlehnung an die bisherigen Modulbauten in Frage kommen.

Die Unterbringung soll in Wohneinheiten mit einer Fläche von 50 bis 70 Quadratmetern erfolgen, die aus drei Zimmern, Küche und Bad sowie ggf. einem separaten WC bestehen sollen. Pro Wohneinheit könnten – je nach Grundriss und Raumgröße – sechs bis acht Personen untergebracht werden. Hierdurch soll eine flexible Nutzung sowohl für Familien als auch für Kleingruppen alleinstehender Personen möglich sein.

Die Kosten sollen geschätzt 800.000 Euro betragen. Nach der öffentlichen Ausschreibung könnte Ende Mai der Auftrag vergeben werden. Geplant ist der Bau-Beginn für Anfang Juli, so dass nach Einschätzung des Gebäudemanagements Anfang 2018 die Übergabe erfolgen könnte.

Im Rahmen der Einwohner-Fragestunde zu Beginn der Ausschuss-Sitzung hatte Bürgermeister Marc Venten bereits erläutert, dass weitere Zuweisungen von Flüchtlingen zu erwarten seien und die Stadt keine leer stehenden Unterkünfte habe. Vielmehr seien auch Objekte angemietet worden, die nur zeitlich begrenzt zur Verfügung stünden. Insofern sei der Bau eines neuen Übergangswohnheimes sinnvoll.

Den Anliegern versprach der Bürgermeister, sie im Rahmen einer Veranstaltung vor dem Projekt-Start über die genauen Planungen zu informieren.

Vertagt: Verkehrssituation An der Sandkuhle/Am Kuhlenhof

Vertagt wurde der Tagesordnungspunkt „Verbesserung der Verkehrssituation im Bereich An der Sandkuhle/Am Kuhlenhof“, da die Ergebnisse des Verkehrsaudits noch nicht vorlagen. Das Thema soll in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Bau und Verkehr am 4. Juli beraten werden.

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