Rhein-​Kreis Neuss: Infektionsstatistik – Grippewelle ist im Kreis angekommen

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Eine starke Grippewelle sorgt zur­zeit bun­des­weit für volle Arztpraxen und leere Klassenzimmer und Büros. 

Auch im Rhein-​Kreis Neuss sind viele Menschen an der so genann­ten Influenza erkrankt: Seit Jahresbeginn sind im Kreis mehr als 200 Fälle gemel­det wor­den, berich­tet Dr. Michael Dörr, Leiter des Kreisgesundheitsamtes. Das sind schon jetzt mehr bestä­tigte Fälle als im gesam­ten ver­gan­ge­nen Jahr, als die Zahl bei 175 lag.

Allein in der ver­gan­ge­nen Woche gab es 68 und in die­ser Woche mehr als 20 neue Erkrankte im Kreisgebiet. Immer noch lohnt sich nach Ansicht des Amtsarztes eine Grippeimpfung: Diese wird nach zwei Wochen wirk­sam und schützt vor einem schwe­ren Verlauf der Influenza.

Das Kreisgesundheitsamt stellt eben­falls einen star­ken Anstieg bei den Norovirus-​Infektionen fest: Seit Januar gab es im Rhein-​Kreis Neuss 168 Personen, bei denen der Erreger die­ser Brech-​Durchfallerkrankung fest­ge­stellt wurde. Dies sind über 100 mehr bestä­tigte Fälle als im glei­chen Zeitraum 2016.

Im ver­gan­ge­nen Jahr wur­den dem Gesundheitsamt ins­ge­samt 509 Fälle von Norovirusinfektionen mit Erregernachweis gemel­det. Damit lag diese Krankheit 2016 ganz vorn bei den Infektionen – das zeigt auch der Infektionsbericht, den das Kreisgesundheitsamt jetzt im Sozial- und Gesundheitsausschuss des Rhein-​Kreises Neuss vor­ge­legt hat. „Insbesondere gegen Ende des Jahres gab es einen star­ken Anstieg bei die­sen Brech-​Durchfallerkrankungen in Kindergärten, Schulen und Seniorenheimen“, so Dörr.

Er weiß, dass vor allem in Gemeinschaftseinrichtungen die Gefahr einer Ansteckung groß ist und emp­fiehlt, erkrankte Kinder nicht zu früh wie­der in den Kindergarten zu schi­cken. Darunter leide nicht nur das kranke Kind; auch für die ande­ren Mädchen und Jungen steige natür­lich die Ansteckungsgefahr. Ein Medikament zur spe­zi­el­len Bekämpfung der Noroviren gibt es nicht; des­halb ist Hygiene von beson­de­rer Bedeutung – zum Beispiel häu­fi­ges und sorg­fäl­ti­ges Händewaschen.

Laut Infektionsstatistik ist die Zahl der MRSA-​Erkrankungen von 61 im Jahr 2015 auf 51 im Vorjahr leicht gesun­ken. MRSA steht für Methicillin-​resistente Staphylokokkus aureus und bezeich­net Keime, die eine Multiresistenz gegen viele Antibiotika auf­wei­sen. Mit einer Informationsoffensive im Rahmen des Euregio-​Projektes ´EurSaftety Health-​net´ leis­tet der Rhein-​Kreis Neuss Aufklärungsarbeit.

Seit 2016 bie­tet der Kreis online eine Infektionsstatistik an unter www​.rhein​-kreis​-neuss​.de/​i​n​f​e​k​t​i​o​nen. Interessierte erhal­ten hier lau­fend aktu­elle Zahlen zu den Influenza- und Noroviren-​Erkrankungen im Kreis ebenso wie zu Infektionen wie Salmonellose, Hepatitis, Tuberkulose und durch mul­ti­re­sis­tente Bakterien.

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