Alkohol und Drogen – Polizei kon­trol­liert an den „tol­len Tagen” verstärkt

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss (ots) – Wer an Karneval „anstößt”, lässt das Auto bes­ser ste­hen – die Polizei führt von Altweiber bis Aschermittwoch ver­stärkte Alkohol- und Drogenkontrollen im Kreisgebiet durch.

Zu Beginn der hei­ßen Phase des Karnevals appel­liert die Polizei, an alle Jecken, die auf das Autofahren nicht ver­zich­ten möch­ten oder kön­nen, weder sich noch andere durch alkohol- oder dro­gen­be­dingte Fahruntüchtigkeit zu gefährden.

Die „ernüch­ternde” Bilanz aus dem ver­gan­ge­nen Jahr: Während der „tol­len Tage” 2016 kon­trol­lierte die Polizei im Rhein-​Kreis Neuss mehr als 640 Fahrzeugführer. In 253 Fällen wur­den Atemalkoholtests durch­ge­führt. Dabei stell­ten die Beamten sie­ben Autofahrer fest, die über dem erlaub­ten Promillewert lagen. Weitere drei Fahrzeugführer stan­den unter Drogeneinfluss. Es ereig­ne­ten sich fünf Verkehrsunfälle bei denen Alkohol im Spiel war.

Anstatt nach einer Trunkenheitsfahrt mona­te­lang auf öffent­li­che Verkehrsmittel ange­wie­sen zu sein, weil man sei­nen Führerschein abge­ben musste, sollte man zur Karnevalsfeier vor­aus­schau­end ein wenig mehr Geld für Bus, Bahn oder Taxi mitnehmen.

Auch nicht zu unter­schät­zen ist der „Restalkohol”, der nach einer lan­gen, feucht­fröh­li­chen Nacht vom Körper nicht voll­stän­dig abge­baut wurde. Schon bei 0,3 Promille erwar­ten einen Autofahrer eine Strafanzeige und der Entzug der Fahrerlaubnis, wenn Anzeichen von Fahruntüchtigkeit vor­lie­gen, man zum Beispiel einen Verkehrsunfall ver­ur­sacht. Der Konsum von Drogen, und die dar­aus resul­tie­rende Beeinträchtigung bei der Teilnahme am Straßenverkehr, kann noch lange nach dem Konsum im Blut nach­ge­wie­sen wer­den. Auch hier ist der Führerschein in Gefahr, es dro­hen hohe Bußgelder und eine Strafanzeige.

Ein Verwarnungsgeld kön­nen auch Kostüme nach sich zie­hen, die den Fahrzeugführer in sei­ner Sicht oder sei­ner Hör- oder Bewegungsfähigkeit ein­schrän­ken. Wer sich hin­ters Steuer setzt, muss gefähr­li­che Situationen unmit­tel­bar erken­nen und in der Folge schnell reagie­ren kön­nen. Masken, bunte Kontaktlinsen oder aus­la­dende Kopfbedeckungen kön­nen hier ein gefähr­li­ches Hindernis sein.
Die Polizei im Rhein-​Kreis Neuss wünscht allen Närrinnen und Narren fröh­li­che und vor allem sichere Karnevalstage.

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