Neuss: Kunstauktion im Kulturforum Alte Post

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – Traumatische Erlebnisse von Flüchtlingen und Folteropfern the­ma­ti­siert die ein­wö­chige Ausstellung seit Sonntag, 12. Februar 2017, 11.30 Uhr, im Kulturforum Alte Post. 

Die rund 100 Zeichnungen, Aquarelle, Holzschnitte, Fotografien und Skulpturen ver­schie­de­ner Künstlerinnen und Künstler kön­nen Interessierte anschlie­ßend am Samstag, 18. Februar 2017, 18 Uhr, im Foyer der Alten Post bei einer Auktion ersteigern.

Unter den Künstlern sind viele aus der Umgebung, die auch bei der Jahresausstellung ver­tre­ten waren, aber auch Künstler aus Tschechien oder Finnland“, sagt Fachbereichsleiter Klaus Richter. Das Kulturforum Alte Post koope­riert mit Roland Brozio, Mitglied der Neuss-​Grevenbroicher Gruppe 1072 von Amnesty International. Der pen­sio­nierte Lehrer orga­ni­siert seit etwa zehn Jahren regel­mä­ßig Ausstellungen in sei­nem hei­mi­schen Wohnzimmer.

Als Brozio mit der Idee an die Alte Post her­an­ge­tre­ten ist, habe er mit 25 Werken gerech­net. „Am Ende sind es 100 gewor­den.“ Seine Tätigkeit bei Amnesty International wie auch das Projekt mit der Alten Post sind per­sön­lich moti­viert. Geboren in Königsberg, heute das rus­si­sche Kaliningrad, flüch­tete auch Brozio vor dem Krieg. Flüchtlinge, die in ihren Heimatländern Opfer von Menschenrechtsverletzungen wie Folter und orga­ni­sier­ter und staat­li­cher Gewalt wur­den, lei­den oft an schwe­ren Traumata.

Zu den Erfahrungen von Menschenrechtsverletzungen als Fluchtursache kom­men trau­ma­ti­sche Erlebnisse auf der Flucht selbst hinzu. Außerdem der Verlust von Heimat, Arbeit, Besitz, fami­liä­ren und sozia­len Beziehungen sowie gesell­schaft­li­chem Status. Unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Reiner Breuer wer­den daher sowohl die Vernissage als auch die abschlie­ßende Auktion der Unterstützung von trau­ma­ti­sier­ten Flüchtlingen gewidmet.

Der Erlös der Auktion fließt in die bun­des­weite Arbeitsgemeinschaft der „Psychologisch-​Sozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer”, mit der auch Amnesty International koope­riert. „Wir hof­fen, dass bei der Auktion flei­ßig mit­ge­bo­ten wird“, so Richter, der die Ausstellung am Sonntag, 12. Februar 2017, um 11.30 Uhr eröffnete. 

Zu sehen sind die Kunstwerke zu den Öffnungszeiten des Kulturforums mon­tags bis frei­tags, jeweils von 9 bis 17 Uhr, und sams­tags und sonn­tags, jeweils von 12 bis 18 Uhr. Die Ausstellung läuft bis Sonntag, 19. Februar 2017.

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