Kor­schen­broich: Bür­ger­meis­ter emp­fing Trä­ger der Ver­dienst­me­daille in Gold


Kor­schen­broich – Für ihr beson­de­res Enga­ge­ment haben sie bereits die Ver­dienst­me­daille der Stadt Kor­schen­broich in Gold erhal­ten.

Nun ist diese Aus­zeich­nung um eine Band­schnalle als äuße­res Zei­chen ergänzt wor­den. Am Frei­tag, den 10. Februar, hat Bür­ger­meis­ter Marc Ven­ten die Minia­tur-Aus­zeich­nung im Rah­men einer Fei­er­stunde an Mat­hilde Möbius, Josef Schön­ges und Theo Esser über­reicht.

Bür­ger­meis­ter Marc Ven­ten (2. v. r.) hat den Trä­gern der Ver­dienst­me­daille der Stadt Kor­schen­broich in Gold ergän­zend eine Band­schnalle als „äuße­res Zei­chen“ über­reicht (v. l.): Theo Esser, Mat­hilde Möbius und Josef Schön­ges. Foto: Stadt

An der Fei­er­stunde nah­men auch die bei­den stell­ver­tre­ten­den Bür­ger­meis­ter Hans-Willi Türks und Albert Rich­ter sowie der Bei­ge­ord­nete Tho­mas Dückers teil. Als etwas „Klei­nes, Dezen­tes“ bezeich­nete der Bür­ger­meis­ter die „eigene Krea­tion“, die es in der Form nur in der Stadt Kor­schen­broich gibt. „Unser Wunsch war es, ein äuße­res Zei­chen zu ent­wi­ckeln, um sicht­bar zu machen, wer mit der Ver­dienst­me­daille aus­ge­zeich­net wor­den ist“, erklärte Ven­ten und steckte den Geehr­ten selbst die Band­schnalle an. Dazu über­reichte der Bür­ger­meis­ter jeweils eine Urkunde mit einem neuen Wachs­sie­gel.

Aus gesund­heit­li­chen Grün­den fehlte Bal­dur Wen­ger, der ehe­ma­lige Vor­sit­zende des Stadt­sport­ver­ban­des (SSV). Bereits zwei Tage zuvor hatte Bür­ger­meis­ter Ven­ten ihn zu Hause besucht und die Band­schnalle sowie die neue Urkunde über­reicht.

Die Aus­ge­zeich­ne­ten

Bal­dur Wen­ger hat 2004 die Ver­dienst­me­daille in Gold für beson­dere Ver­dienste um den Sport in der Stadt Kor­schen­broich erhal­ten. Von der Grün­dung des SSV im Jahr 1990 bis 2004 war er des­sen Vor­sit­zen­der, danach Ehren­vor­sit­zen­der des Ver­ban­des. Von 1970 bis 1980 war Wen­ger zunächst Schrift­füh­rer und Geschäfts­füh­rer, spä­ter dann bis 1990 Vor­sit­zen­der des Sport­ver­eins TV Ger­ma­nia Lied­berg. In der gemein­sam mit der Ver­dienst­me­daille über­reich­ten Urkunde heißt es: Wen­ger „hat sich in unei­gen­nüt­zi­ger Weise um den Sport und das Ver­eins­le­ben ver­dient gemacht“. Er habe sich stark für die Inter­es­sen der Jugend und des Nach­wuch­ses ein­ge­setzt, sein Anlie­gen sei es zudem gewe­sen, „die Belange der ver­schie­dens­ten sport­lich aus­ge­rich­te­ten Ver­eine zu unter­stüt­zen und zu wür­di­gen“.

2008 ist Mat­hilde Möbius mit der Ver­dienst­me­daille in Gold auf­grund ihrer beson­de­ren Ver­dienste um die Stadt aus­ge­zeich­net wor­den. 1987 wurde sie Mit­glied im Ver­ein „Sport Ältere Gene­ra­tion“, war seit 1994 im Vor­stand aktiv und wurde 1995 zur 1. Geschäfts­füh­re­rin bestellt. Von 1999 bis 2011 war sie dann 1. Vor­sit­zende des Ver­eins, ist heute des­sen Ehren­vor­sit­zende. Unter ihrem Vor­sitz wurde laut der Urkunde zur Ver­dienst­me­daille „das Ver­ein­s­an­ge­bot durch neue Akti­vi­tä­ten wesent­lich erwei­tert und inten­si­viert. Beson­de­ren Ein­satz for­der­ten die Bemü­hun­gen wäh­rend der Jahre 1997 bis 2006 zur Ver­wirk­li­chung des gemein­sam mit dem Behin­der­ten­sport Kor­schen­broich geplan­ten Begeg­nungs- und Bewe­gungs­zen­trums in Klei­nen­broich und die Ein­rich­tung einer neuen Geschäfts­stelle für den Ver­ein.“ Möbius habe durch ihr „ein­zig­ar­ti­ges Enga­ge­ment und ihre uner­müd­li­che ehren­amt­li­che Tätig­keit“ große Ver­dienste um die Ver­bes­se­rung der Lebens­qua­li­tät und der Gesund­erhal­tung von Ver­eins­mit­glie­dern und Bür­gern erwor­ben.

Josef Schön­ges hat 2013 die Ver­dienst­me­daille in Gold für seine beson­de­ren Ver­dienste um die Stadt Kor­schen­broich erhal­ten. In der Urkunde hierzu heißt es: „Hohe Schaf­fens- und Gestal­tungs­kraft zeich­nen Josef Schön­ges aus. Durch sein außer­ge­wöhn­li­ches Enga­ge­ment hat er sich große Ver­dienste um das Gemein­we­sen Glehn erwor­ben.“ Hier sei er ver­eins­über­grei­fend im Ein­satz und für die Belange der Bür­ger immer ansprech­bar. Beson­de­ren Ein­satz for­der­ten laut der Urkunde „die Bemü­hun­gen um die Sanie­rung des Alten Rat­hau­ses, die Gestal­tung des Muse­ums, die Anlage eines bar­rie­re­freien Zugangs zur Fried­hofs­ka­pelle, die Neu­ge­stal­tung der ‚Schwes­tern­grä­ber‘ auf dem alten Fried­hof und viele wei­tere ehren­amt­li­che Tätig­kei­ten“.

2016 hat Theo Esser für beson­dere Ver­dienste um die Stadt die Ver­dienst­me­daille in Gold erhal­ten. Der Stein­forth-Rub­bel­ra­ther stelle sich seit Jahr­zehn­ten tat­kräf­tig und zuver­läs­sig in den Dienst des Gemein­we­sens, heißt es in der im Vor­jahr aus­ge­stell­ten Urkunde. Und wei­ter: „Ins­be­son­dere in den Orts­tei­len Stein­forth-Rub­bel­rath und Glehn ist sein ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment uner­müd­lich. Dort ist er viel­fäl­tig enga­giert und hat sich durch die Über­nahme ver­schie­de­ner Posi­tio­nen in den Ver­ei­nen aktiv an deren Ent­wick­lung betei­ligt“. Auch die Fülle ehren­amt­li­cher Tätig­kei­ten in Kir­che und Poli­tik zeig­ten das außer­ge­wöhn­li­che Enga­ge­ment des Man­nes, der seit fast 65 Jah­ren Mit­glied der St. Sebas­tia­nus-Bru­der­schaft Stein­forth-Rub­bel­rath ist, davon viele Jahre Vor­stands­mit­glied und Schrift­füh­rer. Zwölf Jahre beklei­dete Esser das Amt des Bru­der­meis­ters und wurde dann zum Ehren­bru­der­meis­ter ernannt.

Die Ver­dienst­me­daille der Stadt Kor­schen­broich in Gold ist 1979 erst­ma­lig ver­lie­hen wor­den. Seit­her sind ins­ge­samt 14 Bür­ge­rin­nen und Bür­ger für ihre beson­de­ren Ver­dienste um das Gemein­we­sen in der Stadt mit die­ser Aus­zeich­nung geehrt wor­den. Der Vor­schlag erfolgt aus der Bür­ger­schaft bzw. den Ver­ei­nen und Ver­bän­den. Über die Ver­lei­hung ent­schei­det der Rat der Stadt Kor­schen­broich in nicht-öffent­li­cher Sit­zung.

Die Ver­dienst­me­daille der Stadt Kor­schen­broich in Gold haben zudem die fol­gen­den, bereits ver­stor­be­nen Bür­ge­rin­nen und Bür­ger erhal­ten:

  • Maria Kreuz­berg (1979) für beson­dere Ver­dienste im Schul­dienst sowie für ihr cari­ta­ti­ves und sozia­les Wir­ken
  • Mat­thias Hoe­ren (1982) für beson­dere Ver­dienste um die Stadt Kor­schen­broich als ehe­ma­li­ger Bür­ger­meis­ter (1951–1974) und Rats­mit­glied (1948–1982)
  • Franz­jo­sef Fran­zen (1989) für beson­dere Ver­dienste um das kul­tu­relle Leben
  • Hubert Köh­nen (1989) für beson­dere Ver­dienste um das kul­tu­relle Leben
  • Hein­rich Kos­ten (1990) für beson­dere Ver­dienste um den Sport
  • Hans Schlim­gen (1990) für beson­dere Ver­dienste um das kul­tu­relle Leben
  • August Hei­de­manns (1992) für beson­dere Ver­dienste im Bereich des Schüt­zen­we­sens
  • Jakob Meiß­ner (1997) für beson­dere Ver­dienste um die Stadt Kor­schen­broich
  • Otto Jung (1998) für beson­dere Ver­dienste um die Stadt Kor­schen­broich
  • Her­mann Esser (2003) für beson­dere Ver­dienste um die Stadt Kor­schen­broich
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