Warnung vor Betrügern! Unbekannte geben sich am Telefon als Polizisten aus

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!

Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 20 Cent pro Tag zahlen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, die Berichterstattung ausgeweitet sowie ggf. zusätzliche Redakteure beschäftigt werden.

Sie können Ihre Zuwendung über z. B. "PayPal" oder per Banküberweisung tätigen. Gerne nenne ich Ihnen die Bankverbindung. Bitte fragen Sie nach. Weitere Informationen finden Sie hier.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss (ots) – Schon wie­der haben unbe­kannte Täter Bürger im Rhein-​Kreis Neuss ange­ru­fen und sich als Kriminalbeamte ausgegeben. 

Einen sol­chen Anruf erhielt unter ande­rem am Donnerstagnachmittag (09.02.) ein älte­rer Herr aus Jüchen. Am Telefon mel­dete sich ein Mann mit Namen „Jürgens” und stellte sich in akzent­freiem Deutsch als Kriminalbeamter vor.

Der fal­sche Polizist schil­derte, dass Einbrecher fest­ge­nom­men wur­den und dass die Täter Listen mit poten­ti­el­len Einbruchsopfern dabei hät­ten. Auch der ange­ru­fene Senior würde auf einer die­ser Listen auf­tau­chen. Im wei­te­ren Verlauf fragte der Anrufer nach Wertgegenständen und Bargeld, wel­ches im Haus auf­be­wahrt würde. Um die Echtheit des Anrufes zu unter­mau­ern, tauchte im Telefondisplay des Angerufenen die Ziffernfolge 02182 plus Notrufnummer „110” auf.

Hinweis der Polizei: Wenn die Polizei anruft, ist nie­mals im Display die Nummer „110” zu sehen. Bei die­ser tech­ni­schen Möglichkeit des Täuschens spricht man im Fachjargon vom so genann­ten „Call ID Spoofing”. Es ermög­licht Kriminellen, die eigene Rufnummernanzeige zu ändern und statt der Originalrufnummer eine belie­bige Rufnummer anzei­gen zu lassen.

Betrüger nut­zen diese Möglichkeit nicht nur um ihre Identität zu ver­schlei­ern, son­dern um gezielt bei ihrem Gesprächspartner den Eindruck zu erwe­cken, es han­dele sich um einen Anruf der Polizei oder einer ande­ren Behörde.

Als der Senior aus Jüchen die ange­zeigte Rufnummer zwecks wei­te­rer Informationen anwählte und dann bei der Einsatzleitstelle der Polizei im Rhein-​Kreis Neuss lan­dete, flog der Schwindel recht­zei­tig auf.

Tipps der „ech­ten Polizei”, um nicht Opfer von Betrügern zu werden:
Geben Sie keine per­sön­li­chen Daten her­aus! Beenden Sie das Gespräch – legen Sie auf! Lassen Sie sich nicht ein­schüch­tern oder drän­gen! Notieren Sie – wenn mög­lich – Uhrzeit des Anrufes, den Namen des angeb­li­chen Polizisten und die Telefonnummer!

Rufen Sie anschlie­ßend die Polizei an (02131–3000 oder den Notruf 110) und erstat­ten Sie Anzeige! Grundsätzlich gilt: Die Polizei wird sich nie­mals am Telefon nach Wertgegenständen und schon gar nicht nach deren Aufbewahrungsort erkundigen.

(4 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)