Kreis hebt Mietgrenzen für Hartz IV an – 2,5 Millionen Euro Mehrbelastung erwartet

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Seit dem 1. Februar 2017 gel­ten im Kreis neue Angemessenheitsgrenzen für die Kosten der Unterkunft in der Sozialhilfe (SGB XII) und der Grundsicherung für Arbeitssuchende (SGB II). 

Basis ist der neue „grund­si­che­rungs­re­le­vante Mietspiegel“, der im Dezember vom Kreistag ver­ab­schie­det wor­den ist. Durchschnittlich erfolgt eine Anhebung der Bruttokaltmietobergrenze um 25,16 Euro (4,25 Prozent).

Mit den neuen, höhe­ren Mietgrenzen reagiert der Kreis auch auf den Wohnungsmarkt; in eini­gen Bereichen wird bezahl­ba­rer Wohnraum knapp. Allerdings bedeu­tet der neue Mietspiegel auch eine deut­li­che Mehrbelastung im Kreishaushalt.

Künftig ist bei den Kosten der Unterkunft mit einer Mehrbelastung von 2 Millionen Euro zu rech­nen“, sagt Kreisdirektor Dirk Brügge. Aufgrund des stren­gen Winters rech­nen die Experten im Kreissozialamt über­dies mit 500 000 Euro höhe­ren Heizkosten in die­sem Jahr.

Aktuell gibt es im Rhein-​Kreis Neuss rund 15 500 Hartz IV-​Bedarfsgemeinschaften, also Haushalte, deren Mieten und Heizungskosten aus öffent­li­chen Transferleistungen begli­chen wer­den. Hierfür sind im dies­jäh­ri­gen Kreishaushalt 82,46 Millionen Euro eingeplant.

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