Neuss: Les Ballets de Jazz Montréal bei den Internationalen Tanzwochen

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – Jahre nach ihrem letz­ten Gastspiel bei den Internationalen Tanzwochen kom­men Les Ballets de Jazz Montréal (BJM) am Sonntag, 12. Februar 2017, 20 Uhr, wie­der ein­mal in die Neusser Stadthalle, Selikumer Str. 25.

Dies um Freunden des Modern Dance mit Choreographien von Itzik Galili, Andonis Foniadakis und Barak Marshall einen vergnüglich-​besinnlichen Abend zu besche­ren. Die 1972 gegrün­de­ten BJM konn­ten bereits auf eine Vielzahl gro­ßer Erfolge zurück­bli­cken, als der Choreograph Louis Robitaille im Jahre 1998 die künst­le­ri­sche Leitung der Kompanie über­nahm und ihre sti­lis­ti­sche Vielseitigkeit auch in ganz Europa bekannt machte.

Die unver­wech­sel­bare Mischung aus klas­si­schem und zeit­ge­nös­si­schem Tanz, Jazzdance und Noveau Cirque erfreut sich seit­her inter­na­tio­na­ler Beliebtheit und prägt auch das Programm, das die BJM mit nach Neuss brin­gen werden.

Den Auftakt bil­det Barak Marshalls Harry. „Das Leben ist ein immer­wäh­ren­der Kampf“, meint der israelisch-​amerikanische Choreograph, „und vor allem zwi­schen Männern und Frauen müs­sen stets Kompromisse geschlos­sen wer­den, wenn man ein Gleichgewicht errei­chen will.“ Und so erlebt denn auch der Protagonist mit Namen Harry die Welt: als eine Folge von Konflikten, die es zu über­win­den gilt. Jazz, israe­li­sche Volkslieder und tra­di­tio­nelle Musik beglei­ten Marshalls neues Stück, in dem die fan­tas­ti­schen Tänzer(innen) der Ballets de Jazz Montréal ihre uner­schöpf­li­chen Verbindungsmöglichkeiten und ihre bril­lante Tanzkunst aus­le­ben können.

Ballets Jazz de Montréal, Foto Ignio Cereminga

Darauf folgt Itzik Galilis Mono Lisa aus dem Jahre 2015. Maschinenrhythmen und grelle auf die Bühne fal­lende Lichtpunkte erzeu­gen die stäh­lerne Atmosphäre einer Werkhalle, in der ein rost­far­big gewand­tes Tänzerpaar – stets am Rande der Schwerkraftgesetzte – die unge­wöhn­lichs­ten Sprünge, Wendungen und Drehungen aus­führt. Nach acht Minuten ist das Schauspiel vor­bei, das auf eigene Weise „moderne Zeiten“ kommentiert.

Beschlossen wird der Abend mit dem Stück Kosmos, das der grie­chi­sche Choreograph Andonis Foniadakis für Les Ballets de Jazz Montréal geschaf­fen hat. Das irr­wit­zige Tempo der Großstadt wird in ein rasan­tes, fröh­li­ches Zusammenwirken umge­münzt: Was durch das Aufeinanderprallen ent­ge­gen­ge­setz­ter Kraftvektoren übli­cher­weise zu Spannungen und Verspannungen, zu Aggressionen und „Lebenskämpfen“ führt, löst sich hier in gemein­schaft­li­chen krea­ti­ven Formen auf, zu denen die pul­sie­rende Musik von Julien Tarride den rhyth­mi­schen Grundriss liefert.

Tickets kön­nen über die Karten-​Hotline unter 02131/​52699999 oder über das Internet unter www​.tanz​wo​chen​.de bestellt wer­den (zuzüg­lich Versandkosten).

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