Neuss: Beiträge zur Offenen Ganztagsschule sozial staf­feln – Familien mit gerin­gen Einkommen entlasten

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!

Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 20 Cent pro Tag zahlen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, die Berichterstattung ausgeweitet sowie ggf. zusätzliche Redakteure beschäftigt werden.

Sie können Ihre Zuwendung über z. B. "PayPal" oder per Banküberweisung tätigen. Gerne nenne ich Ihnen die Bankverbindung. Bitte fragen Sie nach. Weitere Informationen finden Sie hier.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – Die SPD-​Fraktion begrüßt den Vorschlag der Verwaltung, künf­tig die Elternbeiträge zur Offenen Ganztagsschule (OGS) nach Einkommen zu staffeln. 

Die SPD-​Fraktion will ins­be­son­dere Familien mit klei­nen Einkommen finan­zi­ell ent­las­ten. Darum wol­len wir Familien mit einem Einkommen von weni­ger als 25.000 Euro im Jahr vom OGS-​Beitrag befreien“, erklärt der SPD-​Fraktionsvorsitzende Arno Jansen.

Bisher“, so erläu­tert die Vorsitzende des Schulausschusses, Gisela Hohlmann, „zah­len alle Eltern einen ein­heit­li­chen OGS-​Beitrag von 105 Euro pro Monat für das erste Kind und 47,50 Euro für das zweite Kind, wei­tere Kinder blei­ben bei­trags­frei. Dies ist ins­be­son­dere für Familien mit gerin­gem Einkommen eine Belastung und sozial unausgewogen.“

Die Verwaltung schlägt des­halb vor, den Pauschalbeitrag von 105 Euro durch eine Beitragsstaffelung nach Einkommen abzu­lö­sen. „Das ist der rich­tige Weg“, lobt Arno Jansen die Initiative der Verwaltung.

In der Diskussion ist aller­dings noch, wel­che Beiträge in wel­cher Einkommensgruppe zu zah­len sind. Hierzu hat die SPD in ihrer Fraktionssitzung einen Grundsatzbeschluss gefasst: „Unser Ziel ist es, einen Gleichlauf mit den Kitagebühren zu errei­chen, bei denen Eltern mit einem Einkommen bis 25.000 Euro gänz­lich bei­trags­frei sind“, so Jansen und Hohlmann.

Dabei nimmt die SPD-​Fraktion in Kauf, dass bei einem hohen Jahreseinkommen auch die Beiträge zur OGS stei­gen und zwar bis zum lan­des­ein­heit­li­chen Höchstbetrag von 180 Euro pro Monat. „Breite Schultern müs­sen mehr tra­gen als die­je­ni­gen Familien, die finan­zi­elle schlech­ter gestellt sind.“

Gisela Hohlmann weist dar­auf hin, dass der Höchstbetrag von 180 Euro zur OGS immer noch deut­lich unter den Kitabeiträgen liegt und somit der Wechsel in die OGS unterm Strich für alle Eltern eine finan­zi­elle Entlastung darstellt.

Die SPD-​Fraktion unter­stützt die Verwaltung dabei, die Beiträge wei­ter­hin durch die Einrichtungen ein­zie­hen zu las­sen. Dies soll künf­tig auf Basis einer ver­bind­li­chen Selbstauskunft der Eltern gesche­hen. Im Sinne des in Neuss prak­ti­zier­ten Subsidiaritätsprinzips habe sich die­ses System bewährt und redu­ziere zudem den Verwaltungsaufwand.

Weiterhin wol­len die Sozialdemokraten gesi­chert haben, dass die OGS eine qua­li­ta­tiv hoch­wer­tige Betreuung bie­tet und befür­wor­te­ten des­halb die Erhöhung der Fördersätze an die Träger der OGS. Die Gesamtfinanzierung der OGS in Neuss setzt sich zusam­men aus dem Zuschuss des Landes, den Elternbeiträgen und einem Anteil, den die Stadt trägt. Viele Städte haben die­sen kom­mu­na­len Eigenanteil, im Gegensatz zur Stadt Neuss, in den letz­ten Jahren kom­plett auf Null gefahren.

Dazu erklärt SPD-​Landtagskandidat Arno Jansen: „Die Landesregierung hat zuletzt zum 1. August 2016 die Fördersätze für die Offene Ganztagsschule erhöht. Damit sind die Landeszuschüsse für den Offenen Ganztag – der Bedeutung die­ses Angebotes ent­spre­chend – zwi­schen 2011 und 2017 um rund 25 Prozent gestiegen.“

(51 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)