Geflügelpest H5N8: Umweltministerium hebt Aufstallpflicht teil­weise auf

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Robert Schilken, Herausgeber



Das NRW-​Verbraucherschutzministerium hat die Aufstallungsanordnung für die­je­ni­gen Gemeinden auf­ge­ho­ben, in denen weni­ger als 300 Stück Geflügel pro Quadratkilometer gehal­ten werden. 

Die Ausbrüche der Vogelgrippe bei Wildvögeln und in Hausgeflügelbeständen haben sich bis­her aus­schließ­lich auf die Regionen mit bekann­ten Vogelrastgebieten oder mit einer höhe­ren Geflügeldichte beschränkt. Das Ministerium folgt damit der Einschätzung des Friedrich-​Loeffler-​Instituts, das eine risi­ko­ba­sierte und damit regio­nal ange­passte Vorgehensweise empfiehlt.

Die Umsetzung erfolgt durch die Kreise und kreis­freien Städte im Land, die durch beson­dere Umstände auch zu einer ande­ren Einschätzung kom­men kön­nen. Das Ministerium rät des­halb den Geflügelhalterinnen und Geflügelhaltern, sich bei Fragen wei­ter­hin an die zustän­di­gen loka­len Ämter zu wen­den, die auf ihren Internetseiten Informationen zur Geflügelpest und den in ihren Gebieten gel­ten­den Regeln ein­ge­stellt haben.

Die Lockerung der Aufstallpflicht in Nordrhein-​Westfalen dient zum einen dem Tierschutz, zum ande­ren ist sie auch eine Hilfe für die betrof­fe­nen Landwirtinnen und Landwirte. Alle Halterinnen und Halter sind im Umgang mit dem Geflügel aber nach wie vor zur größ­ten Sorgfalt bei der Hygiene auf­ge­ru­fen. Die täg­lich vor allem aus Nord- und Süddeutschland ein­ge­hen­den Meldungen über neue Fälle bei Wildvögeln und auch Hausgeflügel zei­gen, dass das Vogelgrippe-​Virus immer noch stark aktiv ist. „Wir sind in NRW bis­her noch eini­ger­ma­ßen glimpf­lich davon­ge­kom­men“, so Minister Remmel, „aber wir dür­fen in unse­ren Anstrengungen, das Virus von den Ställen fern­zu­hal­ten, nicht nachlassen.“

Um auch in den wei­ter bestehen­den Aufstallungsgebieten die größte Not durch die für die Tiere unge­wohnte Stallpflicht zu lin­dern, hat das Umweltministerium noch ein­mal die zustän­di­gen Behörden aus­drück­lich auf die Möglichkeit hin­ge­wie­sen, im Einklang mit den recht­li­chen Bestimmungen Ausnahmen zuzulassen.

Quelle: Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz

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