Jüchen: Rückkehr zu G9 löst die eigent­li­chen Probleme unse­rer Schulen nicht

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Robert Schilken, Herausgeber



Jüchen – Nach Ansicht des Jüchener FDP Vorsitzenden Simon Kell ist die Rückkehr zu G9 nicht der „Königsweg” um die viel­fäl­ti­gen Probleme und Herausforderungen zu beheben.

Vor dem Hintergrund des von der Landeselternschaft NRW ange­streb­ten Volksbegehrens zur Rückkehr der Gymnasien zum G9-​System erklärt der FDP Vorsitzende aus Jüchen Simon Kell:

Die Forderung der Landeselternschaft nach einer Rückkehr zu G9 geht an der Realität der meis­ten Schulen vor­bei. Das Problem ist weni­ger die Reduzierung der Schulzeit um ein Jahr, als die marode Ausstattung und die feh­len­den Lehrkräfte in allen Schulformen.”

In Nordrhein-​Westfalen fal­len rund 6% der Stunden aus, es feh­len wei­ter­hin rund 3.500 Lehrer, um über­haupt den gesetz­lich vor­ge­schrie­be­nen Unterricht ertei­len zu kön­nen. In der Vergangenheit wur­den zudem schon einige Reformen ange­strengt, um die Qualität des acht­jäh­ri­gen Abiturs zu verbessern.

Wir kön­nen uns keine wei­tere grund­sätz­li­che Strukturdebatte erlau­ben, die alle Beteiligten ver­un­si­chert. Was unsere Schüler, Lehrer und Schulen vor allem brau­chen ist Ruhe im System, um ihr vol­les Potential ent­wi­ckeln zu kön­nen. Wir schla­gen daher vor, dass wir den Gymnasien mit­tel­fris­tig die Entscheidung selbst über­las­sen, ob sie G8 oder G9 anbie­ten – so kann am bes­ten indi­vi­du­ell auf die Bedürfnisse vor Ort ein­ge­gan­gen wer­den. Viel wich­ti­ger ist aller­dings die Ausstattung aller Schulen mit aus­rei­chend Lehrkräften, aktu­el­len Lehrbüchern und moder­ner Technik, um die Inhalte best­mög­lich ver­mit­teln zu kön­nen”, so Kell abschließend.

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