VZ-​NRW: Nach Ablauf nicht auto­ma­tisch schlecht – Mindesthaltbarkeitsdatum von Lebensmitteln

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Verbraucherzentrale NRW – Wenn beim Joghurt aus dem Kühlschrank das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) abge­lau­fen ist, heißt das noch lange nicht, dass das Milchprodukt schlecht ist und nicht mehr geges­sen wer­den kann.

Auch Lebensmittel im Laden, bei denen das MHD über­schrit­ten ist, sind häu­fig noch genieß­bar und dür­fen wei­ter ver­kauft wer­den. Anders ist dies hin­ge­gen bei leicht ver­derb­li­chen Lebensmitteln wie fri­schem Geflügel und Hackfleisch. Bei die­sen Produkten gibt das Verbrauchsdatum (VD) das Endstadium der Haltbarkeit an.

Die Verwirrung der Verbraucher hin­sicht­lich der rich­ti­gen Lesart des MHDs und des VDs, aber auch zur Verwendung und Aufbewahrung von Lebensmitteln ist groß. Das zeigt sich daran, dass viele Lebensmittel nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums nicht im Magen, son­dern im Müll landen.

Der beste Schutz vor vor­zei­ti­gem Verderb von Lebensmitteln sind ein sorg­fäl­ti­ger Umgang und eine kor­rekte Lagerung. Die Verbraucherzentrale NRW gibt dafür fol­gende Hinweise und Tipps:

Was das Mindesthaltbarkeitsdatum bedeutet: „

Bernd Kasper /​pixelio​.de

Mindestens halt­bar bis“ – diese Kennzeichnung ist auf fast allen ver­pack­ten Lebensmitteln Pflicht. Sie gibt an, bis zu wel­chem Zeitpunkt das durch­ge­hend rich­tig gela­gerte und unge­öff­nete Lebensmittel seine spe­zi­fi­schen Eigenschaften wie Geschmack, Geruch und Nährwert behält. Nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums ist das Lebensmittel nicht auto­ma­tisch ver­dor­ben. Denn: Viele Hersteller wol­len auf Nummer sicher gehen und legen ein Mindesthaltbarkeitsdatum weit vor Ablauf fest. Ob Produkte noch genieß­bar sind, lässt sich nach dem Anbruch meist mit den eige­nen Sinnen über­prü­fen, zum Beispiel durch genaues Hinsehen, Riechen und Probieren.

Wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum abge­lau­fen ist: Dann dür­fen Lebensmittel wei­ter ver­kauft wer­den. Waren mit über­schrit­te­nem MHD müs­sen in den Verkaufsregalen jedoch ein­wand­frei sein. Ist dies der Fall, liegt in der Regel kein Sachmangel zur Beanstandung vor. Viele Geschäfte bie­ten Produkte mit über­schrit­te­nem MHD mit einem ent­spre­chen­den Hinweis zu güns­ti­ge­ren Sonderpreisen an. Das ist aber keine Pflicht.

Anders ist es beim Verbrauchsdatum:

Abgepackte, leicht ver­derb­li­che Lebensmittel mit der aus­drück­li­chen Kennzeichnung „zu ver­brau­chen bis“ dür­fen nach Überschreitung des ange­ge­be­nen Datums nicht mehr ver­kauft und soll­ten dann auch nicht mehr ver­zehrt werden.

Bedeutung der Aufbewahrungsbedingungen:

In bestimm­ten Fällen fin­det sich in der Nähe des MHD auch die Angabe von Aufbewahrungs- und Verwendungsbedingungen für das ver­packte Lebensmittel. Solche Hinweise wie „kühl und tro­cken lagern“ oder „vor Wärme und Feuchtigkeit schüt­zen“ soll­ten unbe­dingt beach­tet wer­den, um die Haltbarkeit zu gewährleisten.

Ganz wich­tig ist auch die Einhaltung der Kühlempfehlungen auf den Packungen –zum Beispiel 2 Grad Celsius bei Hackfleisch.

Umgang mit geöff­ne­ten Verpackungen:

Auch für ange­bro­chene Lebensmittel, wie ver­packte Fruchtsäfte oder Milch, müs­sen in bestimm­ten Fällen Aufbewahrungsbedingungen und der Verzehrzeitraum ange­ge­ben wer­den– etwa durch Hinweise wie „nach dem Öffnen inner­halb von zwei Tagen ver­zeh­ren“ oder „geöff­net gekühlt drei Tage haltbar“.

Angaben wie „tro­cken und kühl lagern“ zum Beispiel bei Keksen und Kaffee oder „tro­cken und vor Licht geschützt auf­be­wah­ren“ etwa bei Brot lie­fern hin­ge­gen lei­der keine genauen Empfehlungen. Die Hersteller legen diese Formulierungen unter­schied­lich aus – im Zweifelsfall kann nur eine Nachfrage beim jewei­li­gen Produzenten Klarheit schaffen.

Richtig küh­len: Im Kühlschrank gibt es unter­schied­li­che Temperaturzonen.

Ganz oben, wo es am wärms­ten ist, sollte Selbstgekochtes plat­ziert wer­den. In die mitt­le­ren Fächer gehö­ren Käse und Milchprodukte und auf die untere Glasplatte leicht Verderbliches wie Fleisch und Fisch. Die Boxen unten sind ideal für die Aufbewahrung von käl­te­ver­träg­li­chem Obst und Gemüse. Die Türfächer beher­ber­gen Eier, Butter und Getränke.

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