Kommentar: Eklat im Neusser Stadtrat – Grünen Fraktionsvorsitzender Klinkicht unterstellt strafrechtlich relevante Handlungen

Neuss – Heute traf der Zorn des Michael Klinkicht, Fraktionsvorsitzender der Bündnis 90/ DIE GRÜNEN im Neusser Stadtrat, den Kollegen Manfred Bodewig von der FDP.

Klinkicht, der durch seine polemischen Übergriffe in der Vergangenheit schon mehrfach unangenehm auffiel, konnte es in der heutigen Sitzung, Freitag den 03.02.2017, des Neusser Stadtrates erneut nicht lassen. Der Tagesordnungspunkt 18, „Antrag der FDP-Fraktion betr.: Mooswände oder „City Trees“ zur Filterung von Feinstaub ..“ wurde zum Stein des Anstoßes.

Manfred Bodewig Foto: Rats- und Ausschussmitglieder Neuss

FDP Fraktionsvorsitzender Manfred Bodewig trug einen Antrag seiner Fraktion über die Reduktion der Feinstaubbelastung in der Neusser Innenstadt vor.

Hier verwies er auf eine innovative Möglichkeit dies mit „Mooswände“ zu erreichen. Zu diesem Konzept gab es in unterschiedlichen Medien positive Berichte.

Klinkicht sah rot statt grün: „.. dann gehen wir mal hier ins Eingemachte“ kündigte er an. Statt sich mit der Anregung des Ratskollegen konstruktiv auseinander zu setzen „polterte“ er lieber los und griff Manfred Bodewig direkt an „.. wenn Sie im Rat auch noch eine Firma .. bewerben, dann wird mir ganz anders.

Es folgten weitere Äußerungen, die Bürgermeister Reiner Breuer, im weiteren Verlauf, zu einer Rüge nötigten.

Michael Klinkicht Foto: Rats- und Ausschussmitglieder Neuss

Michael Klinkicht wandte sich direkt an Manfred Bodewig: „.. ich weiß nicht, ob Sie bei denen unter Vertrag stehen … der Eindruck drängt sich auf, wenn Sie die Firma hier so massiv bewerben„.

Unterstellt damit Michael Klinkicht öffentlich, dass Manfred Bodewig dem Einfluss Dritter unterläge und zu deren Vorteil im Neusser Stadtrat unerlaubt tätig werden sollte?

Bürgermeister Reiner Breuer rügte Michael Klinkicht, er möge bitte bei seiner „Wortwahl sorgfältig und vorsichtig bleiben„. Sowie „Mutmaßungen über vermeintlich strafrechtlich relevante Handlungen zu unterstellen sein nicht adäquat„.

Auch solle Herr Klinkicht „Sorgfältig abwägen was er hier im Bezug auf Andere und deren Handlungen äußere“ so der Bürgermeister.

Das Thema wurde an den Ausschuss für Umwelt und Grünflächen verwiesen.

Es ist jedem Bürger nur zu empfehlen die Sitzungen des Stadtrates zu verfolgen. Entweder direkt im Ratssaal oder über den Live-Stream im Internet. Denn eines ist gewiss: Langweilig wird es nie!

In diesem Sinne

Robert Schilken
Herausgeber Klartext-NE.de

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