VBE: Jede dritte Lehrkraft beklagt Lehrermangel

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Robert Schilken, Herausgeber



VBE – 41 Prozent der Lehrkräfte benen­nen die Umsetzung von Inklusion/​Integration, 28 Prozent den Lehrermangel, 17 Prozent das Gebäude und 13 Prozent die Ausstattung als größte Probleme an ihrer Schule. 

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) hatte das Meinungsforschungsinstitut forsa Ende 2016 damit beauf­tragt, Lehrkräfte zu fra­gen, was die größ­ten Probleme an ihren Schulen sind.

Die Ergebnisse machen deut­lich, Anforderungen und Ausstattung ste­hen in kei­nem gesun­den Verhältnis. In maro­den Schulbauten, mit schlech­ter Ausstattung und zu wenig Personal soll jedes Kind opti­mal geför­dert wer­den. Die Politik muss ein­se­hen, dass das nicht funk­tio­nie­ren kann“, sagt der Vorsitzende des VBE NRW, Udo Beckmann.12 Prozent der Befragten geben außer­dem an, dass die Arbeitsbelastung bzw. der Zeitmangel ihnen zu schaf­fen macht. Weitere 14 Prozent fin­den, dass die Zusammenarbeit mit den Behörden ein Problem ist. Außerdem ver­wei­sen 12 Prozent der Lehrkräfte auf die zu gro­ßen Klassen.

Für die reprä­sen­ta­tive Umfrage wur­den im November 2016 500 Lehrkräfte in Nordrhein-​Westfalen an all­ge­mein­bil­den­den Schulen in einer offe­nen Form gefragt, was die größ­ten Probleme an ihrer Schule sind. Mehr als nach­denk­lich macht, dass 15 Prozent der befrag­ten Lehrkräfte „Eltern der Schüler“ nennen.

Dies füh­ren wir vor allem auf eine fatale Entwicklung zurück: Politik for­mu­liert hohe Anforderungen an die Schulen, lässt sie aber bei der not­wen­di­gen Ausstattung im Regen ste­hen. So stellt sich Frust bei Schülerinnen und Schülern sowie Eltern ein, der sich in erhöh­ter Gewaltbereitschaft gegen­über Lehrkräften nie­der­schlägt“, sagt Beckmann. In der eben­falls vom VBE beauf­trag­ten Umfrage zu „Gewalt gegen Lehrkräfte“ war ein Ergebnis, dass 47 Prozent der befrag­ten Lehrkräfte bereits psy­chi­sche Gewalt von Eltern erlebt haben.

Ein wei­te­res Ergebnis der Umfrage ist, dass es Probleme mit dem Lernwillen und der Disziplin der Schülerinnen und Schüler (14 Prozent) und Verhaltensauffälligkeiten (10 Prozent) sowie dem Verhalten der Schülerinnen und Schüler all­ge­mein (5 Prozent) gibt.

Beckmann sagt: „Die Lehrkräfte sind sich über die drän­gen­den Probleme an Schulen einig. Wir erwar­ten, dass die Landesregierung die Umfrage als ‚Hausaufgabe für die Politik‘ annimmt und ste­hen für Gespräche dar­über zur Verfügung.“

Quelle: VBE-​NRW

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